Wie weit ist die Stadt Guben schon, wenn es um Fragen des kommunalen Klimaschutzes und der Energieeffizienz geht? Und was kann sie tun, um die Situation noch zu verbessern? Das sind zwei der Fragen, auf die die Neißestadt innerhalb ihrer Teilnahme am European Energy Award (EEA) eine Antwort finden will.

Fünf Kommunen aus Brandenburg machen mit

Der EEA ist ein Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument. In Brandenburg nehmen bisher fünf Kommunen am EEA teil, neben Guben unter anderem die Stadt Beeskow und die Gemeinde Schöneiche. In Guben werden die entsprechenden Untersuchungen von der seecon Ingenieure GmbH durchgeführt. Rene Werler vom Unternehmen mit Sitz in Leipzig erläuterte im jüngsten Wirtschaftsausschuss den aktuellen Stand der Dinge.
Demnach wird bis zum März der Ist-Zustand analysiert. Neben den grundlegenden Konzepten, beispielsweise dem Integrierten Stadtentwicklungs- oder dem städtischen Energiekonzept, werden unter anderem die Wärmenetze, die städtischen Immobilien oder die Straßenbeleuchtung untersucht. Auch die Mobilität und die interne Organisation in der Verwaltung kommen auf den Prüfstand.

Für Guben entsteht ein energiepolitisches Arbeitsprogramm

Im Laufe des kommenden Jahres soll dann bei Workshops laut Werler ein energiepolitisches Arbeitsprogramm für die Stadt erarbeitet werden. Ziel sei es, dieses bis zum Sommer 2021 fertigzustellen. Darin werden dann die konkreten Maßnahmen festgehalten, die Guben in puncto Klimaschutz und Energieeffizienz ergreifen soll. Auch die Stufe der EEA-Zertifizierung soll dann feststehen.