Die Neißestadt Guben setzt verstärkt auf erneuerbare Energien: Gleich an zwei Standorten ist der Bau neuer Photovoltaikanlagen geplant. Allerdings sind die Voraussetzungen, was die Akzeptanz der Projekte betrifft, unterschiedlich.
Relativ klar stellt sich die Situation in Bresinchen dar. Dort soll, angrenzend an eine bereits bestehende Anlage, nordöstlich des Kiessees auf einer Fläche von rund sieben Hektar Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden. Einst befand sich auf den Terrain eine Aschedeponie. Das erste Teilstück der Anlage wurde 2017 in Betrieb genommen. Der Hauptausschuss gab für die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes zu Wochenbeginn grünes Licht.

Kaltenborner üben Kritik an Flächengröße für die Solaranlage

Anders die Situation in Kaltenborn: Dort will ein Investor im Bereich von Schlagsdorf, direkt an der Bahnlinie von Guben nach Cottbus, auf mehr als fünf Hektar Sonnenstrom erzeugen. Das Problem: Die Fläche ist inzwischen deutlich größer, als jene, die im Vorjahr für den Bau ausgewiesen worden war. Während der Investor aus wirtschaftlichen Gründen auf die Erweiterung setzt, regt sich im Ortsteil Widerstand. „Wir sind nicht prinzipiell gegen eine Photovoltaikanlage, aber dort passt sie nicht hin“, sagt Werner Soyke, der Vorsitzende des Ortsbeirats. Unmittelbar daneben befindet sich ein Eigenheim, außerdem handle es sich um eine landwirtschaftliche Nutzfläche. Der Hauptausschuss verwies den Beschlussvorschlag zur Aufstellung eines Bebauungsplanes zurück an die Verwaltung. In den kommenden Wochen sollen Standort-Alternativen erörtert werden.