Erlebnishof in Polen: Spargel, Erdbeeren, Gartencafé – das bietet ein Hof bei Gubin

Dorota Schewior leitet den Spargel-Himbeerhof bei Gubin.
Heike Reiß- Spargel-Himbeerhof bei Gubin bietet Erdbeeren, Spargel und Gartencafé.
- Leitung durch Dorota Schewior, die den Hof aufgebaut hat.
- Angebote für Familien: Tiere, Spielplatz und Treckerfahrten.
- Speisen: Spargel, Schweinekamm, Rinderzunge; nur Barzahlung möglich.
- Erdbeersaison ab Mai, Pestizidfreie Anbauweise.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Frühling klopft an die Tür. Sonnige Temperaturen locken Alt und Jung nach draußen. Rund 16 Kilometer entfernt von Gubin begrüßt Dorota Schewior die ersten Gäste auf dem Spargel-Himbeerhof. Neben dem Pflücken von Erdbeeren können große und kleine Besucher das weitläufige Gelände erkunden, den Hoftieren einen Besuch abstatten oder im Gartencafé die Seele baumeln lassen.
Vom Stadtzentrum in Guben geht es in rund 20 Minuten mit dem Auto vorbei an Feldern und Dörfern zum Hof. Dorota Schewior leitet ihn von Anfang an. Mit 21 Jahren ist sie das erste Mal Küchenchefin. Sie liebt ihren Job, doch auf Dauer zieht es sie nach draußen: Als Saisonkraft arbeitet sie daher bei der Erdbeerernte am Bodensee. Für sie steht fest: „Das will ich selbst ausprobieren.“
Das bietet der Erlebnishof bei Gubin
Dorota Schewior kehrt in ihren Heimatort Wielotów zurück und baut dort über viele Jahre den Spargel-Himbeerhof auf. Zuerst pflanzt sie hauptsächlich Himbeeren. „Ich wollte die Nähe zu Deutschland nutzen, aber das hat mit den Beeren nicht geklappt. Also habe ich Spargel angepflanzt“, erzählt sie. Zuerst hat sie ihn auf den Wochenmärkten der Region verkauft. Mit der Zeit fragen immer mehr Kunden direkt auf dem Hof nach dem Gemüse. So entstehen mit der Zeit nicht nur ein Gartencafé, sondern auch eine Gaststätte im alten Kuhstall und ein neuer Anbau.
Neben Gästen aus der näheren Umgebung kommen auch einige deutsche Besucher auf den Hof. „Viele Menschen, die die ganze Woche arbeiten, kommen am Wochenende mit ihren Kindern her, um Beeren zu pflücken, sich die Hühner und das Rotwild anzusehen oder auch eine Fahrt auf dem Trecker zu unternehmen. Dann schichten wir Heu auf den Anhänger und fahren ein Stück durch die Umgebung“, zählt Dorota Schewior auf.

Im Gehege am Spargel-Himbeerhof bei Gubin lebt ein Rudel Rotwild.
Heike ReißWährend Eltern und Großeltern im Gartencafé entspannen, können die Kinder auf dem benachbarten Spielplatz toben oder beim Einsammeln der Eier im mobilen Hühnerstall helfen.
So viel kosten die Speisen in der Gaststätte des Hofs
Ab Mitte April steht der Spargel ganz oben auf der Speisekarte. In verschiedenen Varianten können die Besucher das Edelgemüse dann direkt auf dem Hof genießen. Ein Kilogramm für daheim kostet zwischen fünf und sechs Euro. Darüber hinaus gibt es weitere herzhafte Speisen wie gebratenen Schweinekamm, gepökelte Rinderzunge oder gebratene Forelle. Die Preise für eine Hauptspeise liegen zwischen zwölf und 16,50 Euro. Zudem bietet der Hof die Speisen auch in kleineren Portionen an, zum Beispiel für Kinder oder Senioren.
Es ist nur Barzahlung möglich. Die Geschäftsführerin erklärt: „Wir würden gern Kartenzahlung anbieten. Aufgrund der schlechten Internetverbindung ist das aber derzeit noch nicht möglich.“
Erlebnishof bei Gubin: Erdbeeren pflücken bis in den Herbst
Sobald es draußen wärmer ist, locken fruchtige Kuchen, Eis und andere Leckereien. Im Hofladen warten Marmeladen, Sirup und Wein. Das Obst dafür kommt aus dem eigenen Anbau. Im Mai startet die Erdbeersaison. „Auf dem Hof wachsen hauptsächlich spät tragende Sorten, sodass die Besucher die Früchte bis in den September hinein ernten können“, sagt Dorota Schewior.
Außerdem warten Himbeeren, Kulturheidelbeeren und andere Sorten auf hungrige Gäste. Hier können Besucher täglich von 8 bis 18 Uhr nach Herzenslust pflücken. Die passenden Sammelbehälter gibt es vor Ort zum Ausleihen. Ein Kilogramm Erdbeeren kostet dann rund vier Euro.

Auf dem Spargel-Himbeerhof bei Gubin können Besucher Erdbeeren und andere Früchte pflücken. Danach laden Terrasse und das Gartencafé zum Verweilen ein.
Heike ReißDamit die Früchte gedeihen, kontrolliert die Geschäftsführerin die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge. Stellt sie welche fest, kommen bei der Bekämpfung Nützlinge zum Einsatz, welche die Schädlinge auffressen und so die Ernte schützen. „Auf diese Weise können wir komplett auf Pestizide verzichten“, resümiert die Chefin des Betriebs.
Nach dem Ende der Freiluftsaison stehen in der Gaststätte dann Gänsebraten und Entenkeule auf dem Programm. Besonders während der Spargelzeit und in der Wintersaison empfiehlt es sich, unbedingt vorab telefonisch einen Tisch zu reservieren.
So lief die Spargelsaison 2024 in Brandenburg
- Während die Nachfrage zu Saisonbeginn noch zögerlich anlief, kauften die Konsumenten in Brandenburg Spargel vor allem an den Wochenenden im Mai und den zugehörigen Feiertagen.
- Der vergleichsweise warme Winter, die Niederschläge und die hohen Temperaturen hatten das Wachstum begünstigt.
- Bezogen auf die Anbaufläche ist Spargel das bedeutendste Gemüse ein Brandenburg. An die 20.000 Tonen der Edelstangen wurden in der letzten Saison im Flächenland produziert.
- Der Großteil wächst unter Folien.
- Das Hauptanbaugebiet liegt tatsächlich nicht im Spreewald, sondern rund um Beelitz (Potsdam-Mittelmark).

