: Gubener Solarstromgenossenschaft gehen die Dächer aus
Die Idee vom Genossenschaftsmodell zur Förderung einer alternativen Energieerzeugung bekommt in Guben Rückenwind. Rendite lockt Anleger bundesweit. Was allerdings fehlt sind große freie Dächer.
Solarmodule soweit das Auge reicht - so profitiert auch der Gemeinnützige Berufsbildungsverein Guben (GBV) von der SoGeLa-Investition auf seinem Dach in der Bahnhofstraße. Es war die zweite Anlage, die die Solargenossenschaft Lausitz nach ihrer Gründung im Jahr 2009 errichtet hat.
SoGeLa
Das Wilke-Stift in Guben hat der Solargenossenschaft Lausitz genehmigt, auf dem Dach des Bettenhauses eine Photovoltaikanlage zu installieren. Die Anlage hilft dem Gubener Krankenhaus, Verbrauchsspitzen beim Strom abzufangen und dadurch Kosten zu sparen.
Beate Möschl
Der Gubener Matthias Bärmann ist ehrenamtlich Vorsitzender der Solargenossenschaft Lausitz.
LR/Beate Möschl
Die kleinste SoGeLa-Anlage gewinnt auf dem Dach der Freiwilligen Feuerwehr Kerkwitz Strom aus Sonnenlicht. Sie trägt Symbolkraft, hat sich doch die Solargenossenschaft Lausitz 2009 gegründet, um ein Zeichen zu setzen gegen neue Tagebaue. Die Dörfer Kerkwitz, Atterwasch und Grabko waren damals von Abbaggerung bedroht. Die Gemeinde Schenkendöbern gab der Solargenossenschaft von Anbeginn Rückenwind, indem sie ihr erlaubte, auf kommunalen Dächern in die alternative Stromerzeugung zu investieren.
SoGeLa
Auch im Evangelischen Seniorenzentrum "Herberge zur Heimat" in Guben hilft eine Dach-Solaranlage, kostengünstig Strom zu beziehen.