Einkaufen in Polen: Verkaufsoffene Sonntage – wann Läden trotz Verbots geöffnet sind

In der Vorweihnachtszeit sind viele Straßen in polnischen Städten festlich geschmückt. Für einen Bummel locken die Weihnachtsmärkte des Nachbarlandes. Auch am Sonntag.
Pawel Supernak/dpa- Verkaufsoffene Sonntage in Polen trotz Verbot: 15. und 22. Dezember 2024.
- Öffnungszeiten beachten: Viele Läden öffnen an diesen Tagen.
- Grenznähe: Sonderregelungen in Zgorzelec und Słubice, nicht in Gubin.
- Kritik: Belastung der Beschäftigten und wirtschaftlich ineffektiv.
- In Gubin: Biedronka und Galeria Hosso von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Festtage stehen vor der Tür. Neben dem Online-Shopping suchen viele Verbraucher weiterhin in den örtlichen Geschäften nach potenziellen Geschenken. Wer dabei auch östlich der Neiße stöbern will, muss die Öffnungszeiten beachten, denn seit 2018 gilt in Polen eine Verordnung, welche die Sonntagsöffnung für den Einzelhandel verbietet. An zwei Terminen stehen dennoch zahlreiche Geschäfte offen.
Zuvor durften Läden an zwei Sonntagen im Monat öffnen. Inzwischen ist das nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Dies sind meist der Sonntag vor Ostern und zwei Sonntage vor dem Weihnachtsfest. Im Dezember 2024 handelt sich um den 15. Dezember und den 22. Dezember 2024.
Welche Läden an verkaufsoffenen Sonntagen in Polen öffnen
An diesen Tagen öffnet der Großteil der Einzelhandelsgeschäfte im Nachbarland seine Türen, darunter Märkte wie Biedronka und Lidl, aber auch Einkaufszentren und kleine Ladengeschäfte. Unabhängig davon haben jeden Sonntag die Filialen der Conveniance-Kette „Zabka“, gastronomische Einrichtungen, Tankstellen, Apotheken, Blumenläden, Zeitungsläden, Bäckereien und Geschäfte an Bahnhöfen und Flughäfen geöffnet.
Einzelne Orte in Grenznähe verfügen über Sonderregelungen, darunter Zgorzelec bei Görlitz und Słubice bei Frankfurt (Oder). Dort öffnen einige kleinere Läden jeden Sonntag. In Gubin gibt es eine solche Reglung nicht. Stattdessen öffnen an den verkaufsoffenen Sonntagen zum Beispiel die beiden städtischen Biedronka-Filialen. Auch die Galeria Hosso nahe der Grenzbrücke ist dann von 10 bis 20 Uhr zugänglich.
Weshalb verkaufsoffene Sonntage in der Kritik stehen
Am 15. Dezember haben auch in die Guben die Geschäfte geöffnet. Von 13 bis 20 Uhr können die Bürger nicht nur über den Weihnachtsmarkt schlendern, sondern auch das Angebot des Einzelhandels in Augenschein nehmen.
Für das Konzept der Sonntagsöffnung hagelt es aber auch immer wieder Kritik. „Der Sonntag ist der einzige Tag, der den Beschäftigten planungssicher für die Zeit mit Freunden oder Familie bleibt. Indem er die planbare Freizeit schützt, trägt er auch zur Gesundheit der Beschäftigten bei. Die Arbeitszeiten sind schon jetzt ein Grund, warum der Einzelhandel keine Fachkräfte findet und händeringend nach Personal sucht“, so Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Auch wirtschaftlich haben Sonntagsöffnungen keine positiven Effekte. Der Umsatz wird dadurch nicht gesteigert, sondern lediglich innerhalb der Woche verlagert“, ergänzt sie.


