Einkaufen in Guben
: Produktmesse lockt mit Bio-Käse und Fleisch vom Wagyu-Rind

Von Bio-Käse bis zu Wagyu-Produkten – das alles ist in Guben zu erwarten. Die Produktmesse lädt zum Verkosten ein. Was wird krendenzt?
Von
Bernd Töpfer
Guben
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Vier Flaschen Leinöl (grün sind bio, gelb konventionell) im Hofladen der Holländermühle Straupitz am 25.02.2025

Leinöl aus dem Hofladen der Holländermühle Straupitz (Dahme-Spreewald) ist auf der Produktmesse in Guben gefragt.

Sandra Ketterer
  • Die Produktmesse in Guben findet am 5. April 2025 statt und zieht jährlich 3000 Besucher an.
  • 60 Aussteller präsentieren regionale Produkte wie Bio-Käse, Wagyu-Fleisch und Leinöl.
  • Probieren ist ausdrücklich erlaubt; die Messe baut Vertrauen zwischen Produzenten und Verbrauchern.
  • Neues Highlight: Schmuck aus Epoxidharz und Osterfiguren von Sybille Ewes.
  • Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr; Parkplätze an Straupitzstraße, Lohmühlenweg und Kirchplatz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bäcker von nebenan, der Fleischer aus dem Ortsteil oder der Landwirt aus dem Flusstal – regionale Produkte gewinnen an Bedeutung. Lange Transportwege entfallen, Verbraucher können besser nachvollziehen, woher die Erzeugnisse stammen. Und sie können mit den Produzenten Kontakt aufnehmen. Das schafft Vertrauen.

Dieses Vertrauen aufzubauen, ist ein Anliegen der Produktmesse in Guben. Zum 23. Mal treffen in der Neißestadt am Sonnabend (5. April 2025) regionale Produzenten auf Kundinnen und Kunden. Die Veranstaltungen dieser Art sind in Guben gut besucht. Im Frühjahr und im Herbst organisiert, ziehen sie jährlich knapp 3000 Besucher an. Nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus der Umgebung.

Regionale Erzeugnisse im Fokus der Produktmesse Guben

Ob Aronia-Saft, Käse oder Schinken – neben kunsthandwerklichen Erzeugnissen und liebevoll gestalteten Textilien gibt es eine ganze Reihe von Köstlichkeiten. Dabei darf natürlich wieder probiert werden. Zumindest an einem Teil der Stände in der Alten Färberei und auf dem Friedrich-Wilke-Platz ist das Probieren ausdrücklich erwünscht.

Für gute Qualität und eine regionale Herkunftsbezeichnung steht die Holländermühle in Straupitz. Der Mühlenverein ist Stammgast in Guben mit dem selbst gepressten Leinöl. Dafür wird Leinsamen  geschrotet, geröstet und dann gepresst. Das Leinöl schmeckt mild-nussig. „Bitterstoffe werden in diesem Verfahren herausgefiltert“, erklärt Katrin Doll vom Mühlenverein Holländermühle in Straupitz. Sie hat gleich noch einen Tipp parat. Innerhalb von fünf Wochen sollte das Öl aufgebraucht sein. „Wer es länger haltbar machen will, sollte es einfrieren“, rät Katrin Doll.

Frisch gepresstes Leinöl tropft in der Straupitzer Holländerwindmühle in einen Eimer. Es ist bekannt für seinen nussig-röstigen Geschmack. Hergestellt wird es in Europas einziger produzierender Dreifach-Windmühle, einem technischen Denkmal.

Frisch gepresstes Leinöl tropft in der Straupitzer Holländerwindmühle in einen Eimer. Es ist bekannt für seinen nussig-röstigen Geschmack. Hergestellt wird es in Europas einziger produzierender Dreifach-Windmühle, einem technischen Denkmal.

Frisch gepresstes Leinöl läuft in der Holländerwindmühle in Straupitz in einen Eimer. Es ist bekannt für seinen nussigen Geschmack. Hergestellt wird es in Europas einziger produzierender Dreifach-Windmühle, einem technischen Denkmal.

Ingvil Schirling

Leinsamen kommt auch aus Drebkau

Der Leinsamen kommt aus der Region. „Einen Teil beziehen wir aus Drebkau, aber auch aus Dürrenhofe (Dahme-Spreewald) und Trebbin (Teltow-Fläming)“, so Kartrin Doll. Bei der Verarbeitung darf die Temperatur nicht so hoch sein. Die Inhaltsstoffe sind hitzeempfindlich. Das Öl besteht zu großen Teilen aus gesunden Omega-3-Fettsäuren. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren stehen in dem Ruf, langfristig das Risiko gefährlicher Krankheiten zu senken. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung in Potsdam sieht einen Zusammenhang von hoher Konzentration von Omega-3- und -6-Fettsäuren im Blut und geringerem Risiko, krank zu werden. Von Diabetes Typ II und Herzkreislaufkrankheiten ist die Rede.

Gut Sacro und Biohof Turnow: Vielfalt auf der Produktmesse

Neben Leinöl bringen die Straupitzer Leinkuchen, der zum Backen oder Panieren von Fisch und Fleisch verwendet werden kann, nach Guben mit. Letzteres kann man gleich am Stand vom Gut Sacro bekommen.  Der Hofladen ist mit Produkten vom Wagyu, einer japanischen Rinderrasse, dabei. „Knacker, Salami, aber auch Konserven“, zählt Sylvia Müller vom Gut Sacro das Angebot auf. Aber auch Johannesbrot hat sie im Gepäck. Das Sauerteigbrot wird aus Urroggen, der auf Bergbaufolgeflächen wächst, gebacken. „Das Brot wird an der Neiße gut nachgefragt“, so Sylvia Müller.

Produktmesse in Guben

Probieren ist ausdrücklich erwünscht auf der Produktmesse in Guben.

Laura Lehmann/Stadt Guben

Gut 60 Aussteller bringen ihre Produkte zur Messe mit. Vom Käse aus dem Biohof Turnow über Fleisch und Wurst aus der Wildfleischerei Buder (Grano/Schenkendöbern) bis hin zu Confitüre aus Schenkendöbern (Mea Rosa) ist die Produktpalette vielfältig.

Aber auch Geschenkartikel, Accessoires, Kunsthandwerk und vieles mehr ist zu bewundern und zu haben. Zum ersten Mal ist Sybille Ewes aus der Gemeinde Neißemünde (Amt Neuzelle) dabei. Figuren, darunter Engel, auch Österliches aus Keraflott, bringt sie mit. Zudem wird Schmuck aus Epoxidharz gezeigt. „Für mich und meinen Mann Andy ist die Produktmesse eine Premiere. Wir sind auf die Atmosphäre in Guben gespannt“, sagt Sybille Ewes. Beide wollen in diesem Jahr regelmäßig auf Märkten unterwegs sein. Erst kürzlich haben sie sich einen Verkaufswagen zugelegt.

Die Produktmesse in Guben ist am Sonnabend, 5. April, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Parkplätze gibt es an der Straupitzstraße, am Lohmühlenweg und am Kirchplatz.