LR+LR+Drohnen über Guben
: Lebensmittel vor die Haustür, so weit ist das Projekt

In Zukunft sollen Drohnen die Versorgung im ländlichen Raum unterstützen. Welche Vorteile das den Bürgern in Guben bringt und wie weit das Projekt ist.
Von
Heike Reiß
Guben
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Nach der Landung der Drohne bei Kahren entnimmt Flight-Operator Yahya Abulf Arat von Phoenix-Wings ihr den Container mit den vermeintlichen Laborproben. Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für den ersten Drohnen-Flug von Guben nach Cottbus.

Flight Operator Yahya Abulf Arat entnimmt den Container mit den "Laborproben". 

Seit zwei Jahren laufen die Vorbereitungen für den erste Drohnenflug mit medizinischen Proben von Guben nach Cottbus. Am Donnerstag startete es für den ersten Testflug zwischen Deulowitz und Atterwasch in der Nähe von Guben und landete auf einer Wiese bei Kahren. Dabei überwand das unbemannte Luftfahrzeug (UAS) eine Distanz von rund 40 Kilometern. Ein Konsortium bestehend aus der TITUS Research GmbH, der Phoenix-Wings GmbH, dem MVZ Gemeinschaftslabor Cottbus und dem Naëmi-Wilke-Stift Guben hat vor zwei Jahren mit der Projektentwicklung begonnen. Die täglich anfallenden medizinischen Laborproben werden zurzeit mehrmals täglich per Pkw rund 40 Kilometer befördert. Das kostet Zeit und bindet Personal. Der Transport von medizinischen Proben per Drohne ist eine vielversprechende Entwicklung: Drohnen bieten die Möglichkeit, Proben schnell und effizient über große Entfernungen zu transportieren, insbesondere in abgelegenen Gebieten oder in Notfällen, in denen Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Eine Drohne steht z.B. nicht im Stau. 
Erfolgreich wurden Projektgelder beim Bundesamt für Verkehr und Logistik beantragt und bewilligt.

Ein Verbund, bestehend aus der TITUS Research GmbH, der Phoenix-Wings GmbH, dem MVZ Gemeinschaftslabor Cottbus und dem Naëmi-Wilke-Stift Guben hat bereits 2021 mit der Projektentwicklung begonnen. 2023 fliegen die ersten Testdrohnen die rund 40 Kilometer lange Strecke von Guben bis zum Stadtrand von Cottbus. An Bord hatten sie medizinsche Proben.

Michael Helbig