Von Thomas Engelhardt

Am Ende des spannenden Wahlabends stand fest: Die Entscheidung ist vertagt und fällt bei einer Stichwahl am 15. September zwischen Ralph Homeister (Wählergruppe Feuerwehr) und dem Einzelkandidaten Andreas Stahlberg.

Obwohl die Schenkendöberner am Sonntag neben der Wahl des neuen Bürgermeisters noch ihre Stimmen für den Brandenburger Landtag abgaben, zeichnete sich am frühen Abend, kurz nach der Schließung der Wahllokale, ab, dass es dieses Mal zügiger mit der Auswertung der Stimmen gehen würde als beim letzten Urnengang. Kein Wunder, schließlich hatten im Mai mit Europa- und Kreistagswahl, Gemeindevertretersitzung und Ortsbeirat bis zu vier Wahlzettel ausgefüllt und dementsprechend ausgezählt werden müssen.

Und konnte Wahlleiterin Monika Otto im Mai erst gegen 2 Uhr nach Hause fahren, so konnte sie dieses Mal schon gegen 18.40 Uhr die ersten Wahlvorstände in den Dörfern in den Feierabend schicken. In den kleinen Orten wie Taubendorf oder Grabko war da schon alles ausgezählt. Gegen 19.30 Uhr fehlten noch die Stimmen aus vier Dörfern für die Bürgermeisterwahl, um 20.30 Uhr die aus einem einzigen Wahllokal.

Kurz vor 21.30 Uhr stand dann aber das Ergebnis fest: Von 3168 Wahlberechtigten hatten 2354 ihre Stimmen abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 74,3 Prozent. 2326 Stimmen waren gültig, 28 ungültig.

Die meisten Stimmen erhielt mit 796 Ralph Homeister. Das entspricht 34,2 Prozent. Andreas Stahlberg kam auf 718 Stimmen (30,9 Prozent). Steffen Krautz (SPD) verpasste mit 652 Stimmen und 28 Prozent ebenso die Stichwahl, wie Einzelkandidat Maik Schulze-Luck, für den 160 Wähler stimmten (6,9 Prozent).

Während Ralph Homeister aufgrund einer Dienstreise für die RUNDSCHAU nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war, war Andreas Stahlberg mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“ und lobte den konstruktiven Wahlkampf. Stahlberg will nun die kommenden 14 Tage noch einmal Werbung in eigener Sache machen. „In einigen Dörfern habe ich schon zugesagt, dass ich dort noch einmal meine Positionen darlegen werden.“

Maik Schulze-Luck sagte, dass er mit seinem Ergebnis „aus dem Kalten“ nicht unzufrieden sei. Er wolle versuchen, sich auch künftig in der Gemeinde einzubringen. Oberste Priorität genieße aber seine weitere Ausbildung. Er wünschte den beiden Kandidaten für die Stichwahl viel Erfolg.

Steffen Krautz hob ebenfalls den „super Wahlkampf“ hervor. „Das hat mir richtig Spaß gemacht.“ Nichts desto trotz sei er „natürlich ein Stück weit enttäuscht“, die Stichwahl verpasst zu haben.

Apropos Stichwahl: Zu dieser werden die Schenkendöberner also am 15. September noch einmal an die Wahlurnen gebeten. Der Kandidat, der dann die meisten Stimmen auf sich vereinigt, wird neuer Bürgermeister der Gemeinde – und muss unter anderem mitentscheidend die Frage beantworten, ob die Gemeinde eigenständig bleibt oder nicht.