Tischtennis für Jung und Alt unter einem Dach gibt es am kommenden Sonnabend, 18. Januar, in der Sporthalle der Europaschule an der Platanenstraße zu erleben. Der ESV Lok Guben lädt dann ab 10 Uhr zum einen zu den Mini-Meisterschaften ein. Zeitgleich finden die 2. Gubener Stadtmeisterschaften statt, bei denen alle Hobby- und Freizeitspieler aus Guben und Schenkendöbern die Chance auf Meisterehren haben.

Bei den Mini-Meisterschaften handelt es sich um eine bundesweite Breitensportaktion, die inzwischen schon seit 37 Jahren stattfindet. Talentierte Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren können sich über den Ortsentscheid sowie über Kreis- und Bezirksentscheide für die Endrunde des Tischtennisverbandes Brandenburg (TTVB) qualifizieren. Wer zehn Jahre oder jünger ist, dem winkt sogar die Teilnahme am Bundesfinale. Zusammen mit einem Elternteil sind die besten „Minis“ im kommenden Jahr dann Gast des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Auf die Sieger des Bundesfinals wartet zudem ein Besuch bei einer internationalen Tischtennis-Großveranstaltung.

Drei Kinder aus Guben und Schenkendöbern im Finale

Das Landesfinale haben bereits drei Kinder aus dem Einzugsbereich der Schulen in Guben und Schenkendöbern erreicht. Die Grießener Schwestern Marie und Paula Nitsche (2017 und 2018) waren ebenso dabei wie der Sembtener Pascal Wende, der 2019 im Viertelfinale gegen den Cottbuser Daniel Schmidt ausschied. Dieser gewann anschließend nicht nur das brandenburgische Landesfinale der Altersklasse 10, sondern kurz darauf auch das Bundesfinale in Berlin.

Noch viel wichtiger als der Erfolg ist das Motto „Dabei sein ist alles“, das die Basis für die Mini-Meisterschaften bildet. Seit ihrem Startschuss im Jahr 1983 wurden die Wettbewerbe mit mehr als 1,5 Millionen teilnehmenden Kindern zu einer der größten Nachwuchswerbeaktionen im deutschen Sport. Mitmachen kann jeder. Einzige Einschränkung: Die Mädchen und Jungen dürfen keine Spielberechtigung eines Mitgliedsverbandes des DTTB besitzen, besessen oder beantragt haben. Auch wer bislang noch keinen Schläger in der Hand hatte, aber gerne erste Erfahrungen mit dem schnellsten Ballsport der Welt sammeln möchte, ist eingeladen mitzuspielen – übrigens auch ohne eigenen Schläger, denn den stellt in solch einem Fall der Lok Guben zur Verfügung.

Besucher können Tischtennis-Sportabzeichen ablegen

Roberto Strauch, Abteilungsleiter Tischtennis beim ESV Lok, freut sich schon auf das Gewusel in der Halle und auf viele schöne Spiele. „Um die Halle mit Leben zu füllen, wagen wir dieses Jahr den Spagat und verbinden die Minis mit den Oldies“, erklärt er. So können sich die Nachwuchs-Tischtennisspieler von den „alten Hasen“ abgucken, wie sie einmal spielen können, wenn sie am Ball, in dem Fall am Tischtennisball, bleiben. Außerdem haben alle Anwesenden die Möglichkeit, das Tischtennis-Sportabzeichen abzulegen oder sich einmal am Mini-Tisch auszuprobieren.

Nicht fehlen dürfen bei einer solchen Veranstaltung auch Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. 1951 gab es das erste Punktspiel der Tischtennisspieler von Lok Guben, zu dem mit einem offenen Lkw gefahren wurde. Nur eine einzige Tischtennisplatte hatten die Neißestädter damals. Ihre erste Spielstätte hatten sie in der Pestalozzischule, später in der Otto-Grotewohl-Schule und seit Jahren nun schon in der Europaschule.

Anmeldungen für Jung und Alt sind unter der E-Mail-Adresse info@tischtennis-lokguben.de oder unter Telefon 0172 7093431 möglich. Am Wettkampftag können sich Kurzentschlossene auch noch bis 9.30 Uhr direkt in der Halle anmelden.