Angeln bei Guben
: Angler im Schlaubetal kontrolliert, diese Fehler machen viele

Wer im Naturpark Schlaubetal bei Guben angeln möchte, braucht die richtigen Unterlagen. Bei Kontrollen stellten Ranger aber auch Verstöße fest.
Von
Heike Reiß
Guben
Jetzt in der App anhören
Schernsdorf. Campingplatz am Schervenzsee. Tümpeln mit der Naturwacht Schlaubetal. 30.07.2024 Foto: Lydia Brusendorf

Der Naturpark Schlaubetal liegt nordwestlich von Guben und ist ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturbeobachter. Kinder können mit ihren Familien am Campingplatz des Schervenzsees beim „Tümpeln“ mit der Naturwacht einen Blick in die Unterwasserwelt werfen. Auch Angeln ist erlaubt. Aber nicht überall.

Lydia Brusendorf
  • Angeln im Naturpark Schlaubetal ist an fast allen Seen erlaubt, aber nur mit gültigen Unterlagen.
  • Ranger kontrollierten im Juli 2026: Meist lagen Angelkarte, Fischereikarte und Abgabe vor.
  • Häufige Verstöße betrafen unerlaubtes Campen, Lagerfeuer und Gaskocher – alles verboten.
  • Wetterschutz nur kurzzeitig bei schlechtem Wetter erlaubt, Angeln müssen ständig beaufsichtigt sein.
  • Verstöße gehen an die Untere Naturschutzbehörde, legale Übernachtung auf Campingplätzen möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Naturpark Schlaubetal liegt nordwestlich von Guben und ist ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturbeobachter. Kinder können mit ihren Familien am Campingplatz des Schervenzsees mit der Naturwacht einen Blick in die Unterwasserwelt werfen. Auch Angeln ist erlaubt – aber nicht überall.

Der Naturpark Schlaubetal gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region. Die Naturwacht ist hier regelmäßig zu Kontrollen unterwegs. Dabei wird auch überprüft, ob die geltenden Regeln beim Angeln eingehalten werden.

Grundsätzlich ist das Angeln an fast allen Seen im Naturpark erlaubt. Dafür brauchen Angler unter anderem eine gültige Angelkarte sowie eine Fischereikarte und eine Fischereiabgabe, erklärt Rangerin Lydia Brusendorf von der Naturwacht Brandenburg.

Bei den Kontrollen im Juli 2026 sei die Bilanz zunächst positiv: In den meisten Fällen waren die erforderlichen Unterlagen vorhanden und die Vorschriften wurden eingehalten. Die Fischereiaufsicht nutzte die Gelegenheit außerdem, um über neue Regelungen zu informieren. So brauchen Kinder unter acht Jahren keine eigene Angelberechtigung, wenn sie gemeinsam mit einem berechtigten Erwachsenen angeln.

Angeln und Camping im Schlaubetal? Keine gute Mischung

Ganz ohne Beanstandungen blieben die Kontrollen allerdings nicht. Die Ranger und Behörden trafen an mehreren Stellen auf Verstöße und klärten vor Ort über die geltenden Regeln auf. Ein häufiger Fehler: das unerlaubte Campen. Auch Lagerfeuer und das Kochen mit Gaskochern sind in der freien Landschaft verboten, unabhängig davon, welche Waldbrandstufe gerade gilt.

Klare Vorgaben gibt es auch beim Wetterschutz: Pavillons oder ähnliche Konstruktionen dürfen nur kurzfristig und bei tatsächlich schlechten Wetterbedingungen aufgestellt werden. Bei trockenem Wetter und lediglich leichtem Wind ist ein Wetterschutz auch nachts nicht erlaubt. Außerdem muss der Blick auf die ausgelegten Angeln jederzeit frei sein.

Das hat nicht nur mit Kontrolle und Ordnung zu tun, sondern auch mit dem Schutz der Natur. Unbeaufsichtigte Angelschnüre können beispielsweise für Vögel zur Gefahr werden. Deshalb müssen Angeln unmittelbar und ständig beobachtet werden.

Die festgestellten Verstöße werden von der Unteren Naturschutzbehörde zur Anzeige gebracht. Für die Betroffenen bedeutet das, dass sie in den kommenden Wochen Post vom Ordnungsamt bekommen können. „Alle angesprochenen Vergehen trafen jedoch auf Verständnis. Pavillons und Zelte wurden abgebaut und unerlaubte Angelstellen freiwillig beräumt“, sagt Lydia Brusendorf von der Naturwacht Brandenburg.

Wirchensee im Schlaubetal: Bäume stehen am Ufer des Wirchensees. Der Wirchensee ist ein im Naturpark Schlaubetal gelegener See, der früher für die Fischzucht genutzt wurde.

Angeln bei Guben: Der Wirchensee im Naturpark Schlaubetal wurde früher für die Fischzucht genutzt. Heute finden Angler hier ein passendes Fleckchen.

Frank Hammerschmidt

Wer länger am Wasser bleiben möchte, muss deshalb nicht auf Naturerlebnis verzichten. Die Naturwacht verweist auf die Campingplätze am Schervenzsee und am Großen Treppelsee. Dort sind Übernachtungen möglich und es gibt zusätzliche Freizeitangebote.

Auch für Familien gibt es in den Sommerferien ein Angebot: Jeden Dienstag können Kinder und Erwachsene am Schervenzsee gemeinsam mit dem Ranger-Team „tümpeln“. Mit Keschern geht es dabei auf Entdeckungstour durch das Wasser. So lässt sich die Tierwelt unter der Wasseroberfläche ganz aus der Nähe kennenlernen, ohne dabei gegen die Regeln des Naturparks zu verstoßen.