Farid Guendoul will sein Leben retten. Der Sprung durch einen Hauseingang in der Gubener Hugo-Jentsch-Straße endet für ihn im Jahr 1999 tödlich. Der rassistische Angriff geht als „Hetzjagd von Guben“ in die neudeutsche Geschichte ein. Eine Lausitzer Geschichte.
Kinder betrachten am Montag (15.02.99) in Guben (Brandenburg) Blumen, die für den an dieser Stelle verbluteten Omar Ben Noui niedergelegt wurden. In der Nacht zum Samstag hatte eine Gruppe ausländerfeindlicher Jugendlicher den 28jährigen Algerier in den Tod gehetzt.
Bernd Settnik
Bei ströhmendem Regen: Eine Woche nach dem Tod Omar Ben Nouis nehmen vor der Nikolaikirche in Potsdam einige Hundert Menschen an einer Trauerfeier für den algerischen Asylbewerber teil.
Wolfgang Kumm
Gedenken in Guben, 20 Jahre nach der Hetzjagd: Der Stadtverordnete Peter Stephan (Linke) betonte, dass er froh sei, das über die Ereignisse von damals und auch über den Gedenkstein kein Gras wachse.