Die Bewertung von Leonie, Rosemarie, Justin und William nach den ersten Kostproben war eindeutig: Daumen hoch. Szegediner Gulasch mit Salzkartoffeln oder Kartoffeln mit Quark und Leinöl hatten sich die Viertklässler ausgesucht. Dazu als Nachspeise Waldbeerfruchtjoghurt. Nach dem Essen ging es für sie noch an die Vitaminbar, wo es Weintrauben oder geraspelte Möhren gab.

In der Forster Grundschule Mitte wurde wie in den Grundschulen Keune und Nordstadt, in der Gutenberg-Oberschule und in den kommunalen Kitas Regenbogen, Waldhaus und Kinderland zum ersten Mal das Mittagessen des neuen Anbieters Sodexo ausgegeben. Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 15 000 Mitarbeiter beschäftigt, die täglich knapp 500 000 Verbraucher in mehr als 2000 Betrieben und Einrichtungen versorgen, hatte die europaweite Ausschreibung der Stadt Forst gewonnen. Täglich werden nun rund 750 Essensportionen für Schul- und Kita-Kinder zubereitet. Durch Umfragen in den Einrichtungen, so erklärt Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos), war zuvor ermittelt worden, welche Kriterien in der Ausschreibung berücksichtigt werden sollten. Auch ein Probeessen war Bestandteil des Entscheidungsprozesses.

Zutaten in Bio-Qualität künftig in vielen Gerichten zu finden

Mit Sodexo setzte sich am Ende ein Schwergewicht der Branche durch. „Bei uns wird täglich frisch gekocht in unserer Küche in Cottbus“, erklärt Sodexo-Gebietsleiter Frank Bethke. Viele frische und saisonale Zutaten kaufe das Unternehmen bei regionalen Partnern ein. Das Brot, das in Forst angeboten wird, kommt laut Unternehmen von einem Bäcker in Cottbus. Obst und Gemüse würden vor allem aus Brandenburg bezogen, Fleisch aus Berlin.

Viele der angebotenen Gerichte würden künftig Zutaten in Bio-Qualität enthalten. Seit einiger Zeit kooperiere Sodexo mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die die Rezepte zertifiziert habe. In den Forster Schulen gibt es neben dem warmen Mittagessen als Zusatzangebot eine Salatbar. In den Kitas wird neben dem Mittagessen auch Frühstück und Vesper serviert.

Bestellt wird das Essen im Internet, das funktioniert laut Bethke auch ganz unkompliziert über eine App. Mit einem kleinen Transponder melden die Kinder sich bei der Essensausgabe an.

Während an den Grundschulen der überwiegende Teil der Kinder das Essensangebot nutzt, hofft das Unternehmen auch an der Oberschule auf stärkeren Zuspruch. Die Schulleitung sei dort schon mit gutem Beispiel vorangegangen.

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