Wahl 2024 in Spree-Neiße
: Überraschende Ergebnisse bei den neuen Bürgermeistern

In den Städten und Gemeinden sind neue Bürgermeister gewählt worden. Die Bürger haben bei diesen Urnengängen auch für überraschende Ergebnisse gesorgt.
Von
Stefanie Krautz
Forst
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Die Wähler entscheiden am 9. Juni, wer sie künftig in den kommunalpolitischen Gremien vertreten wird. Im Vergleich zur vorangegangenen Kommunalwahl gibt es weniger Wahllisten.⇥

ARCHIV - 26.05.2019, Brandenburg, Frankfurt (Oder): Eine Wählerin steckt ihren Stimmzettel zur Kommunalwahl in Brandenburg in die Wahlurne. (zu dpa: «Tausende ehrenamtliche Posten bei Kommunalwahlen zu besetzen») Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Wähler haben entschieden: auch über die neuen Bürgermeister in den kleinen kreisangehörigen Städten und Gemeinden. In Spree-Neiße gibt es einige Überraschungen.

Patrick Pleul/dpa

Die Lausitz hat gewählt. In vielen Orten auch neue Bürgermeister. In Spree-Neiße haben sich nur die Stadtoberhäupter in Spremberg, Welzow, Guben und Forst entspannt zurücklehnen können – die eigene Wahlfunktion betreffend. Denn für die Hauptverwaltungsbeamten unter den Bürgermeistern endet die Amtszeit noch nicht. Neu bestimmt worden sind die ehrenamtlichen Amtskollegen in den kreisangehörigen Kommunen. Bei den Bürgermeistern haben die Bürger an den Wahlurnen auch für Überraschungen gesorgt.

Im Amt Peitz hat nur eine Gemeinde ein neues Oberhaupt

Im Amt Peitz ist in Drachhausen/Hochoza der bisherige Bürgermeister Ronny Henke (Freiwillige Feuerwehr) im Amt bestätigt worden. Er hat 88,2 Prozent der Stimmen der Wahlberechtigten erhalten und steht damit die nächsten fünf Jahre weiter an der Stadt-Spitze.

In Drehnow ist Markus Erb mit klaren 80,7 Prozent neuer Bürgermeister. Er ist für die Unabhängige Bürgerbewegung an- und aus der Wählergruppe in die Fußstapfen seines Vorgängers Erich Lehmann getreten.

Auch in Heinersbrück bleibt Horst Nattke (Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Heinersbrück) im Amt, mit 77,2 Prozent aller Stimmen.

In Jänschwalde/Janšojce bleibt alles beim Alten: Der bisherige Bürgermeister Helmut Badtke (Einzelbewerber) hat sich mit 57,9 Prozent der Stimmen gegen Thorsten Zapf (Die Linke) durchgesetzt

In der Stadt Peitz haben die Bürgerinnen und Bürger erneut für Jörg Krakow (Einzelbewerber) als Stadtoberhaupt entschieden. Er ist seit 2014 im Amt und hat 65,5 Prozent aller Stimmen bekommen.

In Tauer/Turjej bleibt Karin Kallauke (Wir für Tauer) Bürgermeisterin, sie hat 63,9 Prozent der Stimmen erhalten und war ohne Gegenkandidaten ins Rennen gegangen.

Bürgermeister in Teichland bleibt Harald Groba (Initiative Maust), 57,5 Prozent der Wahlberechtigten haben für ihn gestimmt. Gegenkandidat Maik Hengmith (Einzelbewerber) ist mit 42,5 Prozent der Stimmen als Unterlegener aus der Wahl hervorgegangen.

Gegenkandidaten hat René Sonke (Wählergemeinschaft Turnow-Preilack) nicht besiegen müssen, er bleibt Gemeindeoberhaupt des Doppeldorfes Turnow-Preilack – mit 88,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen.

So sieht es im Amt Burg aus

In Burg im Spreewald ist Hans-Jürgen Dreger (Wählergruppe Gemeinsam für Burg) im Amt bestätigt worden, mit 64,4 Prozent der Stimmen. Mitbewerberin Petra Krautz (Wählergruppe für Burg) hat 35,6 Prozent erreicht.

In Briesen/Brjazyna wurde auch zehn Jahre nach dem Amtsantritt erneut Eva-Brigitte Schötzig (Einzelwahlvorschlag) im Amt bestätigt – mit 73 Prozent der Stimmen.

In Dissen-Striesow wurde der langjährige Bürgermeister Fred Kaiser, der nicht mehr angetreten ist, abgelöst von Nico Jarick (Wählergruppe Bürger für Dissen und Striesow).  Er hat 79 Prozent der Stimmen erhalten.

In Guhrow/Góry ist Frank Engelking (Aktiv für Guhrow) zur Wahl des Bürgermeisters angetreten.  83,5 Prozent der Wähler haben ihn gewählt.

In Schmogrow-Fehrow ist Ira Barbara Frackmann (Wählergruppe Schmogrow-Fehrow) neue Bürgermeisterin. Sie bekam 75,7 Prozent der Stimmen.

In Werben/Wjerbno löst Daniel Troppa (Bündnis Werben/CDU) Joachim Dike ab als Gemeindeoberhaupt, und das mit 87,3 Prozent der Stimmen.

Ein Ort im Amt Döbern-Land bleibt ohne Bürgermeister

In Döbern wird es zur Stichwahl kommen zwischen Jörg Rakete (SPD, Wählergruppe Freunde des Sports, Wählergruppe St. Florian) und Matthias Krumpa (Einzelwahlvorschlag).  Die Wahlberechtigten sind in der Kleinstadt bei Forst am 30. Juni erneut an die Urnen gebeten.

In Felixsee hat Peter Rabe (SPD) erneut gewonnen.

In Groß Schacksdorf-Simmersdorf hat sich Kirsten Schütz (Einzelwahlvorschlag) knapp mit 58,7 Prozent der Stimmen gegen Wolfgang Katzula (Einzelwahlvorschlag) durchgesetzt.

In Jämlitz-Klein Düben ist Helga Britze (Einzelwahlvorschlag) mit 77,7 Prozent der Stimmen neue Bürgermeisterin geworden.

Die Gemeinde Neiße-Malxetal hat keinen Bürgermeister – hier ist nur René Prüfer (AfD) angetreten. Er hat es aber nur auf 37,8 Prozent der Stimmen gebracht. Hier liegt der Ball jetzt bei der Gemeindevertretung, die entscheiden muss, wie das Oberhaupt der Gemeinde nun bestimmt wird.

In Tschernitz darf Olaf Hallasch (Bündnis 93) neu das Amt des Bürgermeisters übernehmen, mit 53,6 Prozent der Stimmen haben ihn die Wähler legitimiert.

Auch in Wiesengrund wird es eine Stichwahl geben zwischen Norman Schlüter (Einzelwahlvorschlag) und Egberg Piosik (Freie Wähler).