(slu) Vor der geplanten Sanierung öffnet das ehemalige Jugendklubhaus „East Side“ in der Gubener Straße am Freitag unter dem Motto „Abschied und Neuanfang“ seine Türen zu vielfältigen Aktionen. Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung sind alle Interessenten ab 14.30 bis 19 Uhr eingeladen, das Objekt noch einmal anzuschauen, Erinnerungen auszutauschen und mit Vereinen und Akteuren der Forster Jugend- und Musikszene ins Gespräch zu kommen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die bisherigen und zukünftigen Nutzer des Hauses hätten in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtentwicklung ein buntes Programm vorbereitet – auch im Außenbereich, der im Rahmen des Stadtumbau Ost im Sanierungsgebiet Nordstadt gestaltet worden war. So biete der Nix-Verein Frisbee und Tischtennis an und lade zum Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows ein. Am Stand des Kinder- und Jugendbeirates werden die jüngsten Besucher geschminkt.

Der TV 1861 unterstütze die Veranstaltung mit der Volleyballjugend, welche auf der Beachvolleyballanlage zum gemeinsamen Spiel einlade. Die Fußballfreizeitmannschaft „Forster Löwen“ des TV 1861 gestalte für die kleinen Besucher einen sportlichen Geschicklichkeitsparcour zum Ausprobieren.

Beim Rundgang durch das Haus lohne ein Besuch des Tonstudios von Dieter Maaß anlässlich seines Tages der offenen Tür, heißt es in der Ankündigung. Die Bands Durstige Nachbarn, Muckrake und BB & The String Tornados sind ab 15.30 Uhr  zu erleben, im Wechsel mit Punkrock, Folk, Blues und Rock.

Der Cottbuser Graffiti-Künstler Dirk Hiekel werde mit weiteren Partnern aus Forst und Cottbus eine angrenzende Wand verschönern, kündigt Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich an. Interessierte könnten sich hier gern unter fachkundiger Anleitung ausprobieren und ein eigenes Motiv gestalten. Mit dabei sei auch Sebastian Reichert, bekannt durch die Organisation der Forster „Paint The Park Jam“ entlang der Parkstraße mit Teilnehmern aus ganz Deutschland. Eine Hängebrücke über einem Lava-Abgrund, als 3D-Motiv gestaltet vom Graffiti-Künstler Maik Enge, könne von den Besuchern für ein Erinnerungsfoto genutzt werden. Insgesamt haben sich laut Kathleen Hubrich sieben Graffiti-Künstler aus Cottbus angemeldet, um die Wand an der Freifläche zu gestalten. Am Samstag wollten sie aufgrund der Größe der Wand weiterarbeiten.

Das ehemalige Jugendklubhaus wird zu einem Kinder- und Jugendzentrum ausgebaut. Die Stadt hat den Zuschlag für 1,48 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“ bekommen. Baustart soll im Jahr 2020 sein, nach den Planungsarbeiten könnte bis November die Baugenehmigung beantragt werden, hatte Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke angekündigt.