Von Chrisitan Köhler

Die letzte Evaluierung des Unseco-Siegels für den Geopark Muskauer Faltenbogen liegt bereits einige Jahre zurück. 2015 hatten Kontrolleure dem Geopark einige Aufgaben ins Stammbuch geschrieben, die der länderübergreifende Park zu realisieren hatte, um sich weiterhin das Unseco-Label geben zu dürfen.

Dazu etwa zählen, so informiert Geopark-Leiterin Nancy Sauer auf RUNDSCHAU-Nachfrage, dass die Außendarstellung des Geoparks vereinheitlicht wird. „Die Kontrolleure schauen auch, ob wir es geschafft haben, uns eine länderübergreifende Struktur zu geben“, erklärt Nancy Sauer. Immerhin erstreckt sich der Geopark nicht nur über die sächsische Lausitz, sondern auch bis nach Brandenburg und Polen.

Entsprechend werden die Kontrolleure, die sich bereits für den kommenden Sonntag angekündigt haben, auch eine Befahrung in alle drei Länder unternehmen. Auch eine Fahrt mit der Waldeisenbahn Muskau, Gespräche mit regionalen Akteuren – wie etwa den kommunalen Vertretern oder Unternehmen wie der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) sind geplant. „Wir haben einiges nachgeholt, von dem sich die Kontrolleure aus Japan und Irland auch überzeugen können“, erklärt die Geopark-Chefin.

Die eigentliche Kontrolle soll dann am Montag und Dienstag stattfinden – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie Nancy Sauer betont.

Sicherlich soll den Kontrolleuren auch präsentiert werden, was in den kommenden Jahren im Geopark entstehen soll. Dazu etwa zählt die Vorgabe, Besucherzentren sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg und Polen zu schaffen. Zentral wird dabei sicher das Kavalierhaus neben dem Neuen Schloss in Bad Muskau sein. 34 Millionen Euro stehen für die Sanierung und den Bau zur Verfügung. Durch die Bundesmittel werde es möglich, die Attraktivität des Baus noch einmal zu erhöhen. Geplant ist, dass das Kavalierhaus im Park (vormals Moorbad) einen Anbau erhält. Dafür wird 2019 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. In Weißwasser entsteht ein Infopunkt am Bahnhof.

Daneben entsteht auf polnischer Seite in Leknica in einer ehemaligen Tischlerei ein Besucherzentrum. In Brandenburg dagegen ist es in Klein Kölzig.