Textilmuseum Forst: Ideen gesucht – das neue Haus braucht einen Namen

Die Schwarze Jule ist schon da. Jetzt fehlt nur noch ein Name für das neue Museum in Forst (Lausitz).
Patrick Lucia/PatLografie- Neues Textilmuseum in Forst (Lausitz) sucht bis 17.08.2025 einen passenden Namen – Bürger können mitwirken.
- Museum verbindet historische Textilgeschichte mit Zukunftsthemen wie moderner Energieerzeugung.
- Kooperationen mit Fraunhofer IEG und FH Potsdam erweitern das Konzept um Innovation und Forschung.
- Öffentliche Abstimmung zur Namenswahl im Herbst 2025; erste Teileröffnung des Lokschuppens im November 2025.
- „Schwarze Jule“ und Güterwaggon als erste Highlights; Dauerausstellung bis Ende 2026 vollständig fertig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Forst (Spree-Neiße) öffnet demnächst eines der modernsten Ausstellungshäuser des Landes Brandenburg. Die Bauarbeiten liegen in den letzten Zügen. In den kommenden Monaten soll das neue Textilmuseum nun auch peu à peu mit Leben gefüllt werden.
Mit der Schwarzen Jule – der letzten erhaltenen Lok der Forster Stadteisenbahn aus dem Jahre 1893 – und einem gedeckten Güterwaggon stehen zwei erste Ausstellungs-Höhepunkte schon an ihrem neuen Platz. Indes fehlt allerdings eine andere wichtige Sache noch gänzlich: ein neuer Name. Wie soll das Museum künftig heißen? Jetzt wird öffentlich gesucht.
Mehr als der Blick auf die Textilgeschichte von Forst
Brandenburgisches Textilmuseum Forst (Lausitz) – so der bisherige Name – will einfach nicht mehr so richtig passen. Im neuen Haus steckt nach der umfassenden Sanierung, dem millionenteuren Um- und Ausbau sowie mit dem komplett neu gedachten Ausstellungskonzept weit mehr als der Blick auf die bedeutende Forster Textilgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Zwar wird sich das Haus auch weiterhin auf einzigartige Weise der Lausitzer Industriegeschichte widmen – und dabei vor allem einer Zeit, in der die Region Heimat der größten deutschen Textilfabriken war. Doch künftig wird sich der Blick der Besucher auch in die Zukunft richten.
Forst kooperiert mit Fraunhofer-Einrichtung
Zum Beispiel sollen in einem extra Ausstellungsraum in der neuen Dauerausstellung die verschiedenen Möglichkeiten der modernen Energieerzeugung aufgezeigt und erfahrbar gemacht werden. Interaktive Elemente, Modelle und multimediale Präsentationen sind geplant.
Für das „Zukunftslabor Energie“ kooperiert die Stadt mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (IEG). Die Einrichtung ist Teil der Fraunhofer-Gesellschaft, einer der europaweit führenden Organisationen für anwendungsorientierte Forschung. Ihren Sitz hat die IEG in Cottbus; von dort aus begleitet sie den Lausitzer Transformationsprozess von der Kohleregion hin zu einem modernen Energiestandort.
Es ist nicht die einzige Kooperation, auf die Forst beim Betrieb des neuen Museums setzt. Auch die Fachhochschule Potsdam ist bereits mit an Bord. Bei dieser Zusammenarbeit geht es um den Schwerpunkt „Textile Gestaltung der Zukunft“.
Was die Suche nach einem passenden Namen angeht, drängt indes die Zeit. Im November 2025 ist schon die erste Teileröffnung des Museums geplant. Vorab ruft die Stadt jetzt zur aktiven Beteiligung an der Namensfindung auf. Dabei sind Bürger und Experten aus Kultur, Wirtschaft und Tourismus gleichermaßen gefragt.
So können die Vorschläge eingereicht werden
- Bis zum 17. August 2025 können Vorschläge bei der Stadt eingereicht werden;
- entweder online über den Fragebogen zum Namensvorschlag, per E-Mail an info@textilmuseum-forst.de oder schriftlich bei der Touristeninformation; Cottbuser Straße 10 in 03149 Forst (Lausitz).
- Einsender werden dabei gebeten, auch eine kurze Begründung beizufügen, warum der entsprechende Name aus ihrer Sicht besonders passend ist.
Namens-Workshop im Rathaus Forst (Lausitz)
Am 26. August 2025 plant die Stadt zudem einen Namens-Workshop im Rathaus (Lindenstraße 10 bis 12); von 14 bis 19 Uhr im Sitzungssaal L203/204. Dort können Ideen auch noch persönlich eingebracht werden, gemeinsam diskutiert und bereits eingereichte Vorschläge weiterentwickeln werden, sagt Stadtsprecherin Susanne Joel.
Die Plätze sind begrenzt. Die Anmeldung ist bis zum 6. August 2025 möglich; entweder online über Workshop Namensfindung oder persönlich bei Tina Krause, Assistentin beim Eigenbetrieb Kultur, Tourismus, Marketing (Telefon: 03562 989358, E-Mail: t.krause@forst-lausitz.de).
Abstimmung findet im Herbst 2025 öffentlich statt
Im Workshop treffen Bürger auf Fachleute aus Kultur, Wirtschaft und Tourismus, kündigt Stadtsprecherin Joel an. „Ziel ist es, einen Namen zu finden, der die Geschichte und Zukunft des neuen Museums gleichermaßen trägt.“
Und wie geht es dann weiter? „Alle Ideen aus der Bürgerschaft und dem Workshop werden im Anschluss gesichtet, geprüft und weiterentwickelt“, sagt Susanne Joel. Im Herbst 2025 seien die Forster dann erneut gefragt: In einer öffentlichen Abstimmung können sie über ihre Favoriten mitentscheiden.
Lokschuppen öffnet im November 2025
- Mit der ersten Teileröffnung des Museums im November sollen zunächst sowohl der Eingangsbereich samt Lokschuppen als auch der neue große Veranstaltungssaal ans Netz gehen.
- Geplant ist zudem eine erste Sonderausstellung. Bis für die neue Dauerausstellung alles fertig ist, wird es allerdings wohl noch bis Ende 2026 dauern.
- Indes sollen Besucher ab November auch schon die Schwarze Jule vor Ort begutachten können. Die Original-Lok der Forster Stadteisenbahn steht seit Mitte Juli im eigens für sie entstandenen neuen Lokschuppen. Mit ihr zusammen wird dort auch ein gedeckter Güterwaggon ausgestellt.
- Insgesamt 72 Jahre lang war die Forster Stadteisenbahn in Betrieb. Bis zum Jahr 1965 versorgte sie die zahlreichen Tuchfabriken mit Waren und Rohstoffen, vor allem mit Kohle.


