(sh) Die Sonne hat es in den vergangenen Monaten ganz gut gemeint – und damit auch dem Städtischen Eigenbetrieb Abwasser ein paar Euro zusätzlich beschert. Ende Mai war auf dem Gelände der Kläranlage ein Forst eine Photovoltaikanlage installiert worden. „Diese hat sich bereits bezahlt gemacht“, sagt Jens Handreck, kaufmännischer Werkleiter beim Eigenbetrieb.

528 Hochleistungssolarmodule mit einer Gesamtleistung von 150 kWpeak sind beim Eigenbetrieb installiert worden. Damit soll der Energiebedarf der Kläranlage zu 16 Prozent gedeckt werden. Insgesamt hat die Stadt nach eigenen Angaben knapp 184 000 Euro in die Photovoltaikanlage investiert, hinzu kommen rund 40 000 Euro Planungskosten. Der Bau war sehr schnell über die Bühne gegangenen. Lediglich zwei Monate hatte ein Dresdner Unternehmen dafür gebraucht.

„Es gab in den vergangenen Monaten schon Tage, wo alleine durch die aus der Sonne gewonnene Energie der Eigenverbrauch der Kläranlage komplett gedeckt werden konnte“, verrät Jens Handreck. Die Abwasserbeseitigung ist laut Werkleiter eine sehr energieintensive Angelegenheit. Alleine die 32 Pumpwerke verbrauchen eine Menge Strom. jede Entlastung sei deshalb willkommen. Und trägt am Ende auch dazu bei, dass die Gebühren stabil gehalten werden können. Handreck rechnet damit, dass schon in fünf Jahren der Punkt erreicht wird, an dem Erlös und Kosten gleich hoch sind. In den Folgejahren würde dann die Anlage rein rechnerisch beginnen, Gewinne abzuwerfen.

Die Anlage ist vordergründig für den Eigenbedarf ausgelegt, so die Werkleitung. Allerdings gibt es auch eine Noteinspeisung in das öffentliche Netz. Mit dem Solarpark soll außerdem dem von den Stadtverordneten beschlossenen Klimaschutz-Konzept Rechnung getragen werden. Danach möchte die Stadt Forst bis zum Jahr 2030 den Status klimaneutral erreicht haben. Laut diesem Konzept gibt es vor allem bei der Fotovoltaik noch genügend Potenzial. So sind derzeit rund 17 Prozent der für Solaranlagen nutzbaren Flächen mit entsprechenden Modulen verbaut.