Sie sind ein echter Hingucker – die grellgelb und orange gestrichen Fahrräder in der Cottbuser Straße. Insgesamt sind es acht. Als künstlerische Installation im Fußweg verankert und mit bunt bepflanzen Blumenkästen anstelle des Gepäckträger beleben sie jetzt die Forster Innenstadt.
„Wir wollen die Flächen in der Innenstadt sukzessiv aufwerten“, sagt Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) bei der Vorstellung.

Der Forster Gewerbeverein und die BTU haben den Prozess begleitet

Die Idee wurde gemeinsam mit dem Gewerbeverein vorangetrieben. In den kreativen Prozess hat man Architekturstudenten der BTU Cottbus-Senftenberg einbezogen. Die Studenten plädierten dafür, „etwas Frisches und mit Farbe“ in die Innenstadt zu bringen. Dabei wurden die Themen „Blumen“ und „Fahrrad“ angestoßen. Immerhin ist Forst Rosenstadt und liegt am Oder-Neiße-Radweg.
Wobei in den vergangenen Tagen nicht nur die Fahrräder als Hingucker montiert, sondern auch Blumenkübel aufgestellt und Rabatten neu bepflanzt wurden. „Die Bepflanzung hat die Firma Engwicht übernommen und die Betonkübel sind von Mattig & Lindner“, erklärt Angelika Geisler, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung.
Weil die Lichtverhältnisse entlang der Straße unterschiedlich sind, wurden die Rabatten unterschiedlich gestaltet. Beispielsweise enthält der Boden auf der Schattenseite mehr Kies, und die Pflanzen wurden nach Sonnenverträglichkeit ausgewählt.
Die Kosten für die Bepflanzung – inklusive Erdaustausch – betrugen rund 24 000 Euro. Die handgefertigten Fahrräder schlagen mit rund 10 000 Euro zu Buche. Das Geld kommt aus einem Verfügungsfond für Stadt- und Ortsteilzentren und von Forster Firmen.

Die Forster Bürger freuen sich über das frische Grün in der Innenstadt

„Wenn das Wetter weiter mitspielt sind die Pflanzkübel bald eine echte Augenweide“, freut sich Simone Taubenek und hofft, dass die neuen Installationen vom Vandalismus verschont bleiben.
Ein Wunsch, den zwei junge Frauen teilen: „Es sieht jetzt sehr freundlich aus. Aber das wird bestimmt in den nächsten Wochen beschmiert.“ Eine ältere Passantin meint: „Mir gefällt es. Hauptsache man pflegt es auch.“
Und Henryk Nocke, Inhaber des anliegenden Geschäfts Schork Optik sagt: „Wir freuen uns sehr und haben auch die Gestaltung damals im Zusammenhang mit dem Mitternachtshopping mit angeregt. Es bereichert das Stadtbild sehr.“