Am Freitag hat der Landkreis darüber informiert, dass es zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitere, zusätzliche Einschränkungen geben wird.
Auch in Schulen werden die Corona-Maßnahmen noch einmal verschärft. Ab kommenden Montag findet in allen Schulen ab der siebten Klasse nur noch Wechselunterricht statt. Innerhalb der Schule müssen alle Lehrer, Besucher und Schüler ab der fünften Klasse einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Maskenpflicht gilt ab Samstag auch in den Volkshochschulen.
Wenn der Abstand von 1,50 Metern im Außenbereich der Schulen nicht eingehalten werden kann, dann muss auch dort Maske getragen werden. Der Unterricht an Musik-und Kunstschulen ist untersagt.

Vermehrte Corona-Ausbrüche an Schulen in Spree-Neiße

In den Schulen werde derzeit ein klassenübergreifendes Ausbruchsgeschehen beobachtet, sagte Landrat Harald Altekrüger: „Auch wenn Schülerinnen und Schüler meist keine schwerwiegenden Verläufe leiden, müssen wir die Familien und auch das Schulpersonal schützen“, so der Landrat. Auf das Krisenmodell des Wechselunterrichts sei der Kreis gut vorbereitet.
Die schärferen Auflagen treten per Allgemeinverfügung in Kraft und gelten vorerst bis zum 20. Dezember. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, liegt im Spree-Neiße-Kreis aktuell bei 223,4.

OSL-Kreis verschärft Regeln ebenfalls

Vor dem Spree-Neiße-Kreis hatte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz schärfere Maßnahmen angekündigt, um die steigenden Infektionszahlen einzudämmen. Diese gelten ab Montag.
Das hatte der Kreis am Donnerstag beschlossen. Er ist Corona-Schwerpunkt in Brandenburg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 381,3. Die schärferen Regeln umfassen den Schulbetrieb, das Besuchsrecht in Pflegeheimen und bei Bestattungen.
So soll an Grundschulen in den Gebäuden das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gelten. Schüler an weiterführenden Schulen sollen in kleinere Lerngruppen aufgeteilt werden und Wechselunterricht erhalten. In stationären Pflegeeinrichtungen ist höchstens ein Besucher je Patient oder Bewohner täglich für maximal eine Stunde zulässig. Bestattungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden. Auch ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gilt.