Im Raum Forst ist es am Wochenende zu einer Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem Schleuser gekommen.
Am Samstag, dem 21. Januar, hätten Einsatzkräfte der Bundespolizei versucht, ein in Polen zugelassenes Fahrzeug an der Autobahnanschlussstelle in Forst zu kontrollieren. Doch der Fahrer flüchtete vor der Kontrolle auf die angrenzende B115 mit „hoher Geschwindigkeit“ entlang, so die Bundespolizei.
In Sergen habe der Fahrer dann kurz angehalten, woraufhin drei Personen aus dem Fahrzeug gestiegen seien und sich in einem angrenzenden Waldstück versteckt hätten.

Polizei stoppt mutmaßlichen Schleuser in Forst per Nagelgurt

Im Anschluss habe der mutmaßliche Schleuser die Flucht dann fortgesetzt. In Bademeusel sei das Fahrzeug dann durch einen Nagelgurt gestoppt worden.
Doch den Fahrer konnte die Polizei hier noch nicht in Gewahrsam nehmen. Dieser sprang, nach Polizeiangaben, aus dem „noch rollenden Fahrzeug“ und flüchtete zu Fuß weiter.
Doch am Sonntag, dem 22. Januar, bemerkte eine Polizeistreife im Laufe des Vormittags dann im Stadtgebiet von Forst einen 21-jährigen Mann mit „durchnässten Schuhen und beschädigter Kleidung“, so die Bundespolizei. Bei diesem handelte es sich um den mutmaßlichen Schleuser.

Schleuser in Untersuchungshaft

Gegen den 21-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern aufgenommen. Ein Haftrichter ordnete, nach Polizeiangaben, Untersuchungshaft an.
In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrere Prozesse am Amtsgericht Cottbus gegen Schleuser gegeben.