Schleusung bei Forst
: Polizei stellt 32 Personen an zwei Tagen fest – darunter auch Kinder

Zwischen Forst, Cottbus und Döbern hat die Polizei mehrere Personen aufgegriffen, darunter auch kleine Kinder. Sie stammen aus Syrien und wurden offenbar nach Deutschland eingeschleust.
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mm
Forst
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Die Polizei hat bei Forst 21 vermutlich nach Deutschland eingeschleuste Personen aufgefunden. Schon am Vortag wurden elf Syrer ohne nötige Dokumente in Tschernitz bei Döbern festgestellt. (Symbolfoto)

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizei Brandenburg haben am Dienstagmittag (27. Juni) bei Forst insgesamt 21 syrische Staatsangehörige festgestellt.

Gegen 12.30 Uhr gingen die Einsatzkräfte in Kahren und Koppatz Zeugenhinweisen zu mutmaßlich geschleusten Personengruppen nach. Die Beamtinnen und Beamten nahmen insgesamt 16 Männer und Frauen sowie fünf Kinder im Alter von wenigen Monaten bis neun Jahren in Gewahrsam und mit zur Dienststelle.

Bei der Durchsuchung der syrischen Staatsangehörigen fanden die Beamten slowakische Aufenthaltsbescheinigungen. Weitere Dokumente, die einen Aufenthalt in der Bundesrepublik legitimierten, besaßen sie nicht, teilt die Bundespolizei mit.

Nach Eisenhüttenstadt weitergeleitet

Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts gegen die Männer und Frauen wurden eingeleitet. Nach ihren Schutzersuchen wurden die Personen zur Erstaufnahmeeinrichtung nach Eisenhüttenstadt weitergeleitet.

Gegen die unbekannten Schleuser wird nun wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern ermittelt.

Bereits am Montagmorgen hatte die Bundespolizei die unerlaubte Einreise einer elfköpfigen Personengruppe in der Ortslage Tschernitz aufgedeckt. Vermutlich hatte sie ein Kleintransporter zuvor abgesetzt.

Nach einem Bürgerhinweis gegen 8 Uhr fahndeten die Einsatzkräfte zunächst auch mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers nach den Personen. Schließlich kontrollierten sie eine Gruppe von elf Männern, die zu Fuß bei Tschernitz unterwegs waren. Die aus Syrien stammenden jungen Männer im Alter von 17 bis 34 Jahren waren nicht im Besitz von aufenthaltslegitimierenden Dokumenten, heißt es seitens der Bundespolizei.

Die Beamten nahmen die Personen in Gewahrsam und zur weiteren Bearbeitung mit zur Dienststelle. Dort leiteten sie gegen die Männer Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts ein.

Nach Abschluss der polizeilichen Bearbeitung und der Entgegennahme von Schutzersuchen leiteten die Einsatzkräfte die Syrer zur Erstaufnahmeeinrichtung weiter. Der allein reisende Minderjähriger kam in die Obhut des zuständigen Jugendamtes.