Ein Bild brachialer Zerstörung hat am Dienstagvormittag, 30. Juni, die Sparkassenfiliale in Döbern geboten: Risse und klaffende Löcher in den Eingangstüren und auch in der gläsernen Abtrennung zum Schalterraum. Scherben vor der Fensterfront zur Forster Straße. Am Eingang ein Schild mit der Aufschrift „Aus technischen Gründen geschlossen“.

Tat spricht sich in Döbern schnell herum

Kurz vor 14 Uhr bezog der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes Aufstellung. Verwunderte Blicke von Einwohnern, die gekommen waren „um nur mal kurz Geld an den Bankautomaten zu ziehen“. Doch bei vielen Einwohnern der Stadt hatte sich der Vorfall schon herumgesprochen.
Was war passiert? Am Vormittag hatte in der Sparkassenfiliale ein 39-jähriger Mann randaliert. Als ihm kein Geld ausgezahlt wurde, habe er mehrere Schreiben mit einem Hammer zerschlagen und sei dann geflüchtet, informierte Polizeisprecher Lutz Miersch. Polizeibeamte konnten kurze Zeit später den 39-Jährigen, wegen Drogendelikten bereits bekannten, Tatverdächtigen feststellen. Die Ermittlungen dauern an.

Sparkasse Spree-Neiße bestätigt Vorfall

Die Sparkasse bestätigt auf Nachfrage der Lausitzer Rundschau den Vorfall und spricht von einem „besonderen Vorkommnis“. Eine männliche Person habe in der Geschäftsstelle randaliert. „Im Innen- als auch im Außenbereich entstand erheblicher Sachschaden. Die Geschäftsstelle ist geöffnet, die Bargeldversorgung gewährleistet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen“, so Sparkassen-Sprecherin Anja Schroschk.