RB46 Cottbus - Forst: Ticketkauf per Karte im Zug – kann man weiter mit Bargeld bezahlen?

Bei der Odeg im RB46 zwischen Cottbus und Forst kann man zukünftig auch per Karte bezahlen.
Michael HelbigIn Forst am Bahnhof ein Zugticket zu kaufen, erweist sich oft als schwierig. Je nach Tageszeit ist es schlichtweg nicht möglich. Man ist auf die Zugbegleiter in den Zügen angewiesen. Dort kann man jetzt auch kontaktlos mit Karte zahlen.
Bisher wird in den Odeg-Zügen zwischen Cottbus und Forst fleißig mit Bargeld hantiert, wenn die Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter durch den Zug laufen. Zukünftig könnten allerdings deutlich mehr Plastikkarten gezückt werden. Denn: Die Odeg hat, nach eigenen Angaben, 28 mobile Kartenterminals angeschafft für die Verbindungen RB46 (Cottbus - Forst), RB64 (Hoyerswerda - Görlitz) und RB65 (Cottbus - Zittau)
„Ab jetzt kannst du deine Fahrkarten und weitere Services direkt im Zug bezahlen – bequem mit deiner Bank- oder Kreditkarte, per kontaktlosem Bezahlen oder sogar mit deinem Smartphone oder Smartwatch“, erklärt das Unternehmen in einem Facebook-Post.
Weiter Barzahlung im Zug zwischen Cottbus und Forst möglich
Aber bedeutet dies das Aus für die Bargeldzahlung im Zug? Da gibt es eine deutliche Antwort des Verkehrsunternehmens: „Unsere Fahrgäste können auch weiterhin mit Bargeld im Zug bezahlen“, sagt Odeg-Sprecherin Swantje Mielke auf Anfrage von LR.de.
Denn einen Ticketautomaten vor Ort am Bahnhof gibt es bereits seit langem nicht mehr. Zudem hatte der Ticketschalter und Reisekiosk im Forster Bahnhof Ende Mai 2023 sein Geschäft nach knapp zwei Jahren aufgegeben. In einem Aushang am Bahnhof wurde die Schließung mit der Einführung des 49-Euro-Tickets begründet und dem vermeintlichen „Desinteresse“ der Stadt am Ticketshop.
Ticketshop in Forst hat geschlossen
Der ehemalige Inhaber hatte von Stadt und dem Landkreis Spree-Neiße in einem Schreiben finanzielle Unterstützung gefordert. „Die Stadt Forst (Lausitz) darf – wie der Landkreis auch – aus rechtlichen Gründen kein Wirtschaftsunternehmen unterstützen, zumal es kein einmaliger Zuschuss wäre, sondern eine Dauerleistung, die in dem Fall zu erbringen wäre“, hatte Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) damals erklärt.
Für Fahrgäste, die ihr Ticket vor Fahrantritt erwerben möchten, bleibt daher im Bahnhofsumfeld aktuell nur das Servicebüro der DB mit sehr eingeschränkten Öffnungszeiten.
Neben neuen Ticketkaufmöglichkeiten hat sich aktuell auch etwas anderes verändert. Statt der altbekannten Fahrzeuge vom Typ Desiro Classic sind derzeit Regioshuttles RS1 auf der Strecke im Einsatz. „Diese Maßnahme ist seit 11. September 2023 wirksam bis Sommer 2024“, so die Odeg-Sprecherin.
„Hintergrund ist die Hauptuntersuchung an den Fahrzeugen vom Typ Desiro Classic, bei der nacheinander jeweils ein Fahrzeug in der Werkstatt behandelt werden muss. Die Hauptuntersuchung ist spätestens alle acht Jahre vorgeschrieben.“

