Landkreis Spree-Neiße
: Hacker stehlen Personendaten, was Bürger jetzt wissen müssen

Der Landkreis Spree-Neiße berichtet von einem Datenschutzvorfall in der Kreisverwaltung. Betroffen sind personenbezogene Angaben. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.
Von
Harriet Stürmer
Forst
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Cyberkriminalität: ILLUSTRATION - 14.12.2025, NA, Berlin: Eine Person tippt mit behandschuhten Händen auf einer beleuchteten Laptop-Tastatur. (Gestellte Szene) (zu dpa: «Angriff auf Ticketportal: Schorndorf warnt vor Datenklau») Foto: Philip Dulian/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Kreisverwaltung von Spree-Neiße ist offenbar Ziel eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte haben Personendaten geklaut. (Symboldbild; gestellte Szene)

Philip Dulian/dpa
  • Hackerangriff auf Kreisverwaltung Spree‑Neiße: personenbezogene Daten eines begrenzten Kreises betroffen.
  • Laut Landkreis sind u. a. Kontaktdaten betroffen, Hinweise auf Missbrauch liegen aktuell nicht vor.
  • Analyse läuft, Betroffene erhalten persönliche Schreiben – Aufsichtsbehörde informiert.
  • Vorgang an Staatsanwaltschaft Cottbus übergeben. Bürgertelefon Mo–Fr 8–15 Uhr: 03562 98615399.
  • Hintergrund: Verwaltungen gelten als anfällig, Brandenburg meldet wiederholt Cyberangriffe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der Kreisverwaltung Spree-Neiße ist es zu einem Datenschutzvorfall gekommen. Nach derzeitigem Stand sind personenbezogene Angaben – unter anderem Kontaktdaten – eines begrenzten Personenkreises betroffen, wie der Landkreis am Freitag (17. April 2026) mitteilt.

Eine Mitarbeiterin sagt: „Es wurden die erforderlichen Schritte eingeleitet, um die Art und den Umfang der betroffenen Daten zu analysieren. Betroffene Bürgerinnen und Bürger werden derzeit durch persönliche Anschreiben von der Kreisverwaltung informiert.“

Spree-Neiße übergibt Vorfall an die Staatsanwaltschaft Cottbus

Zudem sei die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde entsprechend den gesetzlichen Vorgaben in Kenntnis gesetzt worden. Der Vorgang ist den Angaben zufolge inzwischen auch der Staatsanwaltschaft Cottbus übergeben worden.

In der Mitteilung des Landkreises wird betont: „Aktuell liegen keine Hinweise auf einen Datenmissbrauch vor.“

Zur Beantwortung von Fragen wurde ein Bürgertelefon eingerichtet, das von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 15 Uhr unter 03562 98615399 erreichbar ist. Fragen können auch per Mail gesendet werden an: anfragen@lkspn.de

Öffentliche Verwaltungen werden inzwischen immer öfter Opfer von Cyberangriffen. Das Problem: Sie sind besonders anfällig, weil sie häufig mit veralteten IT-Systemen arbeiten, Geld oder Fachleute für eine moderne Cyberabwehr fehlen.

Gleichzeitig verfügen Verwaltungen über ein hohes Maß an sensiblen Daten, was sie für Angreifer attraktiv macht.

Immer mehr Cyberangriffe im Land Brandenburg

Auch in Brandenburg kommt es immer wieder zu Angriffen auf die IT von Behörden. Verwaltungen wurden teils lahmgelegt. Zuletzt waren unter anderem die Stadt Lübben im Nachbarlandkreis Dahme-Spreewald, das Amt Falkenberg-Höhe (Elbe-Elster) und der kommunale Vermieter KWG im Lausitzer Seenland von einem Cyberangriff betroffen.

Inzwischen hat das Kabinett in Potsdam eine Cybersicherheits-Strategie beschlossen, um den Schutz vor Hackerangriffen auf öffentliche Verwaltungen zu verbessern.

Dazu sollen unter anderem eine zentrale Stelle für Cybersicherheit aufgebaut und ein landesweites Lagebild erstellt werden, wie die Staatskanzlei im Januar 2026 mitteilte. Auch regelmäßige Übungen für die Verwaltungen und eine stärkere Einbindung der Kommunen sind demnach vorgesehen.