Internet und Telefon in Forst
: IT-Systeme in der ganzen Stadt sind gestört

Internet- und Telefonverbindungen sind in der Kreisstadt Forst ausgefallen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat deshalb eine offizielle Gefahreninformation herausgegeben.
Von
Stephan Meyer,
Marcel Laggai,
Lisa Hör
Forst
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Symbolbild - Netzwerkstörung: ARCHIV - 16.10.2014, Baden-Württemberg, Friedrichshafen: Ein Netzwerkkabelstecker leuchtet in einer Netzwerkzentrale rot. (zu dpa: «IT-Störung in Karlsruher Verwaltung behoben») Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Netzwerkkabelstecker leuchtet in einer Netzwerkzentrale rot. Derzeit sind Internet und Telefonie in Forst gestört. (Symbolbild)

Felix Kästle/dpa
  • In Forst sind Internet und Telefonie gestört – das gesamte Stadtgebiet ist betroffen.
  • Das BBK hat eine offizielle Gefahreninformation herausgegeben.
  • Ausfälle können auch Einrichtungen, Behörden und Notrufe betreffen.
  • Der Artikel wird fortlaufend ergänzt, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Derzeit sind Internet und Telefonie in und um Forst (Lausitz) gestört. Das geht aus einer Warnung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hervor. Demnach kann es im gesamten Stadtgebiet und in den Ortsteilen zu massiven Ausfällen kommen – nicht nur bei privaten Anschlüssen, sondern auch bei Einrichtungen, Behörden und Notrufen.

Die Meldung ging am Donnerstag (28. Mai 2026) um 12.42 Uhr raus. Allerdings ist die Störung laut Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) seit 9 Uhr dem Rathaus bekannt.

Diese sollen sowohl das Festnetz als auch den Mobilfunk betreffen. Die Notrufe 110 und 112 seien aber laut der BBK-Warnung erreichbar.

An Internet- und Telefon-Störungen in Forst wird gearbeitet

An der Behebung der Störung wird nach Angaben der Behörden bereits gearbeitet. Techniker der Telekom seien auf dem Weg. Hinweise auf eine Gefährdungslage für die Bevölkerung liegen nicht vor.

Angaben zu Ursache oder Dauer der Störung machte die Behörde zunächst nicht. Inzwischen kursiert im Rathaus jedoch eine mögliche Uhrzeit für die Behebung. „Laut meinen Informationen soll bis 17.49 Uhr alles wieder laufen“, sagt Bürgermeisterin Simone Taubenek vorsichtig. Woher diese Information stammt, könne sie allerdings nicht sagen.

Es ist nicht die erste Uhrzeit, die an diesem Donnerstag genannt wurde. Zuvor habe es bereits geheißen, die Störung sei bis 15.30 Uhr behoben. „Unsere Anlage war gestern schon offline, weil technische Teile ausgetauscht werden mussten. Heute haben wir zunächst gedacht, dass die Störungen damit zu tun haben“, sagt die Bürgermeisterin.  Das habe sich jedoch als Trugschluss erwiesen.

Diese Folgen haben die Störungen in Forst

Erschwert wurde dadurch auch die Kommunikation nach außen. „Glücklicherweise funktioniert die Verbindung der Telekom, sodass wir mit der Leitstelle Lausitz in Kontakt treten konnten, um eine öffentliche Warnmeldung zu schicken“, so Taubenek. Der übliche Meldeweg per Fax und E-Mail habe nicht funktioniert. Auch eine Pressemeldung per Mail oder ein Hinweis auf Facebook seien wegen der ausgefallenen Verbindungen nicht möglich gewesen.

Die Störung hat nach Angaben der Bürgermeisterin noch weitere Folgen. So sei etwa Kartenzahlung, zum Beispiel im Kaufland, zeitweise nicht möglich. „Das führt uns einmal mehr vor Augen, wie abhängig wir von der Technik sind und welche Tragweite so eine Störung hat.“ Laut Taubenek soll es die Kreisverwaltung noch stärker getroffen haben. Während in der Stadtverwaltung zumindest die interne Kommunikation möglich sei, gehe im Kreishaus nicht einmal das.

Durch solch einen Ausfall können kritische Daten, Infrastrukturen und Geschäftsprozesse gefährdet sein und Produktionen zum Stillstand kommen.

Logistikunternehmen vom Internetausfall in Forst betroffen

Besonders der Internetausfall hat für das Logistikunternehmen Lion Group in Forst schlimme Folgen, wie Geschäftsführer Sven Noatzke mitteilt. Je nach Anbieter sei es zwar noch möglich, mit dem Handy zu telefonieren, ansonsten gebe es im Terminal aber keinen Lkw-Verkehr mehr. „Wir können keine Planung machen, weil unsere kompletten Systeme in der Cloud liegen“, sagt Noatzke.

Das behindert nicht nur den Transport von Containern in Forst: „Wir können auch die Disposition für das Terminal in Kodersdorf in Sachsen nur schlecht vorbereiten, weil die komplette Planung dafür in Forst gemacht wird.“

Die Mitarbeiter seien nach Hause geschickt worden, wo sie teilweise arbeiten könnten. Für diejenigen, die in Forst wohnen, sei das jedoch nicht möglich, weil sie dort ebenfalls keine Internetverbindung hätten. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir so einen langen Ausfall hatten“, sagt Noatzke.

Der Artikel wird fortlaufend ergänzt und aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.