Die Bundespolizei konnte erneut illegale Schleusungen im Raum Forst aufdecken. Ein Schleuserfahrzeug versuchte, der Polizei zu entkommen.
Beamte der Bundespolizei kontrollierten am Donnerstagvormittag Fahrzeuge in Sacro in der Nähe von Forst (Spree-Neiße). Gegen 10 Uhr winkten die Bundespolizisten ein Fahrzeug zu sich heran. Der Fahrer ignorierte jedoch zunächst die Anhaltezeichen und versuchte, über einen Gehweg am Streifenwagen vorbeizufahren. In dem Pkw befanden sich neben dem 39-jährigen syrischen Fahrer, noch vier weitere männliche Personen. Konten sich der Fahrer und Beifahrer mit Aufenthaltsgenehmigungen ausweisen, fehlten diese bei den Personen auf der Rückbank.
Die Beamten haben gegen den Fahrer des Pkw und seinem 22-jährigen Beifahrer ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern eingeleitet.

Weitere Schleusung aufgedeckt

Kurze Zeit später wurden die Beamten von Anwohnern auf eine Gruppe aufmerksam gemacht. Die Gruppe, bestehend aus fünf Syrern, acht Türken und drei Irakern, war zu Fuß unterwegs. Die insgesamt 19 Jugendlichen und Männer (14 bis 44 Jahre) waren ersten Erkenntnissen zufolge, mit einem Lkw nach Deutschland geschleust und an einem Waldstück abgesetzt worden.
Gegen den unbekannten Lkw-Fahrer hat die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auch gegen die Geschleusten wird nun ermittelt. Die drei Minderjährigen sind an das Jugendamt in Forst übergeben worden. Die anderen Männer sind in die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg gekommen.