Grenze zu Polen bei Forst
: Bundespolizei stoppt illegale Taxifahrt nach Deutschland

Nahe Forst haben Beamte der Bundespolizei die Schleusung von drei ostafrikanischen Männern in einem polnischen Taxi aufgedeckt. Das ist dann passiert.
Von
Harriet Stürmer
Forst
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Bundespolizei an der deutsch-polnischen Grenze

Bundespolizei an der polnisch-deutschen Grenze: Nahe Forst haben Beamte die Schleusung von drei ostafrikanischen Männern in einem polnischen Taxi aufgedeckt. (Symbolbild)

Patrick Pleul/dpa
  • Bundespolizei stoppt polnisches Taxi nahe Forst (Lausitz); Verdacht auf Schleusung
  • Kontrolle am Sonntagabend (22. März 2026) gegen 17.30 Uhr auf Fahrt Richtung Forst
  • Fahrer: 49-jähriger Pole mit gültigen Papieren; drei Eritreer (26–29) ohne Dokumente
  • Ermittlungen: Verdacht der unerlaubten Einreise; Zurückweisung nach Polen avisiert
  • Gegen Fahrer wird wegen Einschleusens ermittelt; er ist wieder auf freiem Fuß

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Diese Fahrt in einem polnischen Taxi ist für die Insassen zwar wie geplant in Deutschland geendet, aber dennoch anders als gehofft. Beamte der Bundespolizei haben das Fahrzeug nahe der polnisch-deutschen Grenze in Forst (Lausitz) gestoppt. Dabei stellte sich heraus: Es war eine Schleuserfahrt. Und das ist dann passiert.

Aus der Bundespolizeiinspektion Forst heißt es, dass es sich bei der Fahrzeugüberprüfung um eine ganz normale Kontrolle im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen gehandelt habe. Die Einsatzkräfte der Bundespolizei haben das Fahrzeug mit polnischer Zulassung demnach am Sonntagabend (22. März 2026) gegen 17.30 Uhr auf der Fahrt Richtung Forst gestoppt.

Fahrer war ein 49-jähriger Pole mit gültigen Reisedokumenten. In seinem Taxi saßen drei eritreische Männer im Alter von 26 bis 29 Jahren. „Die Männer konnten keine aufenthaltslegitimierenden Dokumente vorweisen“, heißt es weiter aus der Bundespolizeiinspektion Forst.

Mutmaßlicher Schleuser in Forst vorläufig festgenommen

Die Einsatzkräfte nahmen den mutmaßlichen Migrantenschleuser vorläufig fest. Die mutmaßlich geschleusten Männer kamen in Gewahrsam.

Gegen die drei Insassen aus dem ostafrikanischen Eritrea haben die Beamten inzwischen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Versuchs der unerlaubten Einreise eingeleitet. Wie geht es für sie jetzt weiter? „Nach Abschluss der polizeilichen Bearbeitung ist eine Zurückweisung der Personen nach Polen avisiert“, berichtet ein Sprecher aus der Bundespolizeiinspektion.

Der mutmaßliche Schleuser wurde von den Beamten vorläufig festgenommen. Inzwischen ist der Pole wieder auf freiem Fuß. Indes ermittelt die Bundespolizei gegen ihn wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern.

So viele Schleusungen decken die Beamten in Spree-Neiße auf

Die Zahl unerlaubter Einreisen aus Polen ist zuletzt zwar zurückgegangen. Dennoch nutzen weiterhin zahlreiche Migranten die Balkanroute, um über die polnisch-deutsche Grenze zu gelangen. Die Polizei ist bei Grenzkontrollen entlang von Neiße und Oder weiterhin im Dauereinsatz.

So auch im Spree-Neiße-Kreis; und hier konkret am festen Kontrollposten an der Bundesautobahn 15 bei Groß Bademeusel oder temporär am Grenzübergang bei Sacro (beide nahe Forst), aber auch an der Stadtbrücke in Guben. Allein von Januar bis September 2025 wurden an diesen drei Kontrollpunkten knapp 900 Personen registriert, die unerlaubt nach Deutschland einreisen wollten. Innerhalb desselben Zeitraums kam es zu 610 Zurückweisungen nach Polen, heißt es aus der Bundespolizeidirektion Berlin.