War es noch bis vor kurzer Zeit absolut normal, sich ein Taxi zu mieten, um Freunde aufzusuchen, zum Bahnhof zu kommen oder sich nach einem fröhlichen Vergnügen nach Haus fahren zu lassen, ist es nun in dieser Branche recht still geworden.

„Momentan geht es nur noch zum Einkauf oder Arzt. Keine Feiern, oder generell Fahrten um soziale Kontakte zu pflegen - das gibt es nicht mehr“, so Sebastian Dahlke (38), der ein Taxi-und Mietwagenunternehmen mit Krankenfahrten in Forst betreibt.

Für acht Mitarbeiter verantwortlich, durchlebt der Unternehmer jetzt eine schwere Zeit.

Coronavirus von Fahrgästen zuerst nicht ernst genommen

Sorge hat ihm zu Beginn der Corona-Zeit auch das Verhalten einiger Gäste bereitet - gerade aus der Risikogruppe. Sei es, dass der Corona-Virus noch nicht so ernst genommen wurde, es an entsprechender Aufklärungen fehlte oder vielleicht auch die Menschen mit Informationen einfach überflutet wurden. - „Einige Gäste wollten unbedingt vorn sitzen oder haben unnötig viel im Fahrzeug berührt“, beobachtete Sebastian Dahlke.

Die Fahrzeuge wurden nach Fahrten schon immer gründlich gesäubert. Diese Aktivitäten wurden jetzt um ein Vielfaches verstärkt.

„Wir desinfizieren mehr Angriffs-Flächen als wir es vorher selbstverständlich auch schon getan haben, nun aber entsprechend tiefenreiner“, sagt der Chef des Taxi-Unternehmens.

Taxis mit Hygiene-Artikel gut ausgestattet

Es gilt jetzt die Regel, dass Gäste hinten sitzen müssen, um den Mindestabstand zu wahren. Auch steht in jedem Fahrzeug Desinfektionsgel oder -spray zur Verfügung, das von den Kunden genutzt werden kann.

Das Tragen eines Mundschutzes sowie von Handschuhen während der Kontaktaufnahme beim Ein- oder Aussteigen ist beim Fahrer Pflicht.

Dabei ist von Einmal-Masken, über selbst genähten Nasen- und Mundschutz bis zu professionellen Atemschutzmasken in der Taxiflotte alles vorhanden - und wird auch genutzt.

Für welches Modell sie sich entscheiden, obliegt den Fahrern. Schutz der Gäste, aber auch Eigenschutz stehen dabei erster Stelle.

Generell mit Mund-und Nasenschutz im Auto zu fahren, ist jedoch laut §23 StVO in der Straßenverkehrsverordnung als Maskierungsverbot geregelt und verboten. Das Gesicht darf am Steuer nicht unkenntlich gemacht werden und wird mit 60 Euro Strafe geahndet. Augen, Mund und Nase müssen erkennbar sein und frei bleiben. Das gab der deutsche Automobilclub (AvD) bekannt.