Forster Stadteisenbahn: Schwarze Jule kommt ins Museum – Umzug mitverfolgen

Geschützter Standort: Seitdem die Schwarze Jule 2012 nach Forst zurückgekehrt ist, steht sie im Feuerwehrgerätehaus in Forst-Mitte.
Susanne Joel/Stadt Forst- Die historische Lok „Schwarze Jule“ zieht am 18. Juli 2025 ins Textilmuseum Forst (Lausitz).
- Besucher erwartet ab 12 Uhr ein Rahmenprogramm mit Info-Ständen und Live-Transport der Lok.
- Die Lok, Baujahr 1893, wird im neuen Lokschuppen ein Herzstück der Dauerausstellung.
- Schenker Deutschland AG organisiert den Spezialtransport der Dampflok.
- Ab November 2025 zeigt das Museum die Geschichte der Forster Stadteisenbahn multimedial.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Lange haben die Forster darauf gewartet: Die Schwarze Jule – die letzte erhaltene Lok der einstigen Stadteisenbahn – zieht am Freitag (18. Juli 2025) ins neue Textilmuseum Forst (Lausitz) um. Die Stadt plant dazu ein kleines Rahmenprogramm auf dem Museumsvorplatz. Das erwartet Besucher.
Die traditionsreiche Lok Nummer 36 – Baujahr 1893 – soll künftig in einem eigens für sie geschaffenen Lokschuppen stehen. Die neue Lokhalle war im Zuge der aufwendigen Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten für das neue Museum entstanden.
Schwarze Jule ist ein Herzstück des neuen Museums in Forst
Besucher können die Jule dort künftig direkt neben dem Eingangsbereich begutachten; sie bildet ein Herzstück und den Auftakt der neuen Dauerausstellung.
Bislang steht die Dampflok – eine Dauerleihgabe des Verkehrsmuseums Dresden – gut geschützt noch im Feuerwehrgerätehaus Forst-Mitte. 2012 war die Original-Lok von Dresden nach Forst zurückgekehrt. Die Lokhalle soll nun zu ihrer Dauerheimat werden.
Schenker Deutschland AG organisiert den Umzug in Forst
Der Transport der Lokomotive beginnt gegen 10 Uhr an der Hochstraße, teilt die Stadtverwaltung mit. Organisiert wird er von der Schenker Deutschland AG aus Dresden; das Logistik-Unternehmen ist unter anderem auf Schwer- und Spezialtransporte spezialisiert.
Interessierte und Schaulustige seien herzlich eingeladen, den spektakulären Umzug mitzuverfolgen, heißt es weiter. Stefan Palm, Werkleiter des Eigenbetriebs Kultur, Tourismus und Marketing, spricht von einem „einmaligen Erlebnis“. Man habe eigens auch alle Kindergärten in der Stadt auf den Termin aufmerksam gemacht.
Ab 12 Uhr erwartet Besucher dann auf dem Museumsvorplatz in der Sorauer Straße ein kleines Rahmenprogramm mit Informationsstand, Souvenirverkauf und kulinarischer Versorgung. Hier können Interessierte das Eintreffen der Lok und die Einbringung in die Lokhalle live miterleben. Auch der Austausch mit anderen Liebhabern der Schwarzen Jule ist ausdrücklich erwünscht.
Nach dem Einzug der Lokomotive in die neue Lokhalle wird erstmals auch ein öffentlicher Blick auf ihren zukünftigen Standort möglich sein.
Mit der offiziellen Eröffnung des ersten Ausstellungsbereichs im November 2025 werden Museumsbesucher dann noch mehr über das städtische Transportwesen erfahren. Neben der historischen Lok gibt es Einblicke in die Geschichte und den Betrieb der Forster Stadteisenbahn, die Bedeutung der sogenannten Rollbocktechnik sowie in den Verlauf des Gleisnetzes durch die Straßen im Forster Stadtgebiet – alles multimedial aufbereitet.
Die Forster Stadtbahn war eine meterspurige Bahn
Die Rollbock-Technologie war für die Forster Stadtbahn nötig; denn sie wurde als meterspurige Bahn (Spurbreite ein Meter) konzipiert. Normalspur-Güterwagen konnten auf diese Weise die schmalere Spurweite der Stadtbahn dennoch bedienen. Unmittelbar am Bahnhof Forst wurden die herkömmlichen Waggons der Deutschen Reichsbahn auf die Rollböcke gehievt.
Insgesamt 72 Jahre lang war die Stadteisenbahn in Betrieb. Bis zum Jahr 1965 versorgte sie die zahlreichen Tuchfabriken der Rosenstadt mit Waren und Rohstoffen, vor allem mit Kohle.

