(sh) Die Forster Stadtwerke wollen in diesem Jahr noch zwei weitere Ladestationen für E-Autos im Stadtgebiet aufstellen. Das erklärt Geschäftsführer Wolfgang Gäbler auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Demnach soll eine Station auf dem Parkplatz des Rewe-Supermarktes stehen. Eine zweite ist vor einer Forster Physiotherapie in der Blumenstraße geplant. Entsprechende Förderanträge seien vor kurzem positiv beschieden worden. „Ziel ist es, dass beide Anlagen noch in diesem Jahr stehen“, so Gäbler.

Die Stadtwerke erweitern damit ihr Netz in Forst, das bislang aus drei Ladestationen besteht: So wurde die erste Ladesäule für Elektrofahrzeuge von den Forster Stadtwerken auf dem Parkplatz am Rathaus in Betrieb genommen. Eine zweite folgte auf dem Parkplatz am Ostdeutschen Rosengarten. Die dritte wurde auf dem Parkplatz des Kreishauses aufgestellt. Außerdem sollen noch zwei weitere Ladesäulen in Cottbus auf dem Parkplatz des Lausitz-Parks errichtet werden.

Weitere Pläne haben die Stadtwerke vorerst nicht. „Denn die Ladesäulen sind bislang für uns ein großes Verlustgeschäft“, erklärt Gäbler. „Es gibt einfach zu wenig Autos in der Stadt, die diese nutzen“, ergänzt er.

So hält sich auch das Interesse der Forster, die auf ihrem eigenen Grundstück ein Anschluss für ein Elektroauto installieren lassen wollen, in Grenzen. Die Lausitz-Klinik sei hier ein Vorreiter, betont Gäbler. Auch einige Pflegedienste seien inzwischen elektrisch unterwegs.

 Vielleicht 15 Anschlüsse seien bei Privatleuten vorgenommen worden. Der technische Aufwand halte sich dabei in Grenzen, wenn das Haus selbst über eine halbwegs moderne Elektroanlage verfügt. „Die Elektroautos sind momentan noch einfach zu teuer“, beschreibt Gäbler ein Grund für die Zurückhaltung der Forster Autofahrer.

Im August 2018 waren laut Klimaschutzkonzept der Stadt zehn Elektro-Pkw in Forst angemeldet. Dazu kamen 32 Hybridfahrzeuge. Dem standen 8938 Benzin- und 2610 Diesel-Pkw gegenüber. Bis zum Jahr 2030 soll die Anzahl der im Stadtgebiet zugelassenen E-Fahrzeuge auf fünf bis acht Prozent steigen. Das wären dann 580 bis 930 Elektro-Pkw.