Flüchtlinge in Spree-Neiße: Illegale Einreise von 151 Personen durch Polizei aufgedeckt

An der deutsch-polnischen Grenze hat die Bundespolizei mehr als 100 illegal eingereiste Flüchtlinge aufgegriffen. (Symbbolbild)
Patrick PleulIm Rahmen der wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen entlang der deutsch-polnischen Grenze, deckte die Bundespolizei die unerlaubte Einreise von insgesamt 151 Personen auf. Wie die Polizei informierte, handelte es sich bei den Eingereisten um Personen verschiedener Nationalitäten, wobei syrische Staatsangehörige den größten Anteil bildeten.
Die Beamten führten ihre Kontrollen am Mittwoch (18. Oktober 2023) und in der Nacht zu Donnerstag durch. Sie stoppten ein Schleuserfahrzeug, das 27 Personen transportierte. Der 22-jährige Fahrer aus Usbekistan hatte 17 Syrer und zehn Türken ungesichert auf der Ladefläche eines Kleintransporters befördert. Die Insassen verfügten über keine Dokumente, die einen Aufenthalt in Deutschland legitimierten.
Schleuser vorläufig festgenommen
Die Bundespolizei nahm den Fahrer vorläufig fest und leitete ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Bedingungen ein. Noch am Donnerstag sollte der 22-Jährige dem Haftrichter vorgeführt werden Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen leitete die Polizei die unerlaubt eingereisten Personen zur Erstaufnahmeeinrichtung in Brandenburg weiter.
Im Laufe des Mittwochvormittags stießen die Einsatzkräfte auf über hundert unerlaubt eingereiste Personen. Darunter waren in der Ortslage Zelz auch zwei aserbaidschanische Staatsangehörige, die sich nicht ausweisen konnten und nach Polen zurückgewiesen wurden. Gegen die strafmündigen Personen leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthaltes ein. Unbegleitete Minderjährige wurden dem zuständigen Jugendamt übergeben.

