Cristalica: Eine Kristall-Pyramide für Döbern

Der Bau der Cristalica-Pyramide beim Glaswerk Döbern ist im Herbst 2011 angekündigt worden. (Archivbild von 2019)
Steffi Ludwig18 Meter hoch, 1200 Quadratmeter Grundfläche, Baukosten von rund 1,7 Millionen Euro – so sehen die nackten Zahlen für den neuen Werksverkauf von Cristalica aus. Was sich dahinter verbirgt, ist allerdings wesentlich spektakulärer. Eine Pyramide aus Glas soll an Döberns Hauptstraße entstehen, unmittelbar neben dem Parkplatz, den Cristalica bereits in den vergangenen Monaten neu gebaut hat.
„Wir brauchen einen Werksverkauf, der das Thema Glas gleich sichtbar macht“, erklärt Daniel Kothe von der Geschäftsleitung. Die Pyramide, die beim ersten Anblick an den Louvre in Paris erinnert, biete sich da von ihrer Form an. Zugleich reiht sich Döbern damit in die Pückler-Landschaft zwischen Cottbus und Bad Muskau ein. Auch das ist gewollt.
Das Döberner Glaswerk soll zum Anziehungspunkt für Touristen werden. Neben dem Werkverkauf ist deshalb auch eine Schauwerkstatt mit Glasmacher und Ofen geplant, sowie eine Gastronomie „mit gehobener Küche“, wie Daniel Kothe erläutert.
Glaswerk Döbern: Pyramide soll im August 2012 eingeweiht werden
Baubeginn für das neue Döberner Aushängeschild soll im Frühjahr 2012 sein. Kothe rechnet nach einer Bauzeit von rund vier Monaten mit einer Einweihung im August.
Für Kothe ist die Pyramide der nächste Schritt auf dem Weg zur Sicherung des Standortes. Insgesamt 14 Millionen Euro lässt der Cottbuser Unternehmer Lutz Stache in die Modernisierung des Glaswerkes fließen.
Die neue Solaranlage auf dem Dach ist bereits fertig. In Kürze soll ein Blockheizkraftwerk folgen, um den Standort mit Energie zu versorgen. Parallel wird die Produktion automatisiert. „Die Zeiten von Europaletten und Hubstapler sind dann Geschichte“, sagt Kothe.
Glaswerk Döbern: Standort habe eine gute Perspektive
Statt der reinen Produktion von Bleikristall stehe künftig die „individuelle Gestaltung von Produkten“ im Vordergrund, sei es Lackieren, Lasern, Gravieren oder Beflocken. Dafür sucht Cristalica noch kreative Mitarbeiter. „Wir brauchen den klassischen Glasmacher, aber auch Kreative. Das kann auch ruhig ein pfiffiger Autolackierer sein“, sagt Kothe. Zwei Lehrlinge wurden in diesem Jahr bereits eingestellt. „Der Standort hat sehr gute Perspektiven. Wir brauchen nur Geduld, Ausdauer und Kapital“, betont Kothe. Die Pyramide soll das sichtbare Zeichen dafür sein.
*Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Die Online-Redaktion von LR.de hat den Beitrag noch einmal aufbereitet, da derzeit ein Prozess gegen den Geschäftsführer der Cristalica GmbH am Landgericht Cottbus verhandelt wird.
Kurzarbeit im Döberner Glaswerk
Kurzarbeit gab es in den vergangenen Monaten für einen Teil der 35 Mitarbeiter im Döberner Glaswerk. Man habe versucht, im laufenden Betrieb zu modernisieren, erklärt Daniel Kothe von der Cristalica-Geschäftsleitung. "Dabei haben wir einige Probleme unterschätzt." Diese seien nun überwunden. Die neue Wanne soll Ende November endlich in Betrieb gehen. "Das ist auch ein Signal nach außen", sagt Kothe und lobt die Zusammenarbeit mit Behörden vor Ort wie der Arbeitsagentur.
