Der Duft nach frischgemähtem Gras lag in den vergangenen Wochen über den Dörfern. In Groß Schacksdorf hat auch der Hobbypferdezüchter Marcel Krüger mit seinem Traktor Belarus die letzte Wiese gemäht und die gepressten Heuballen als Wintervorrat eingelagert.
„Durch das durchwachsene Wetter war ich bei einigen Flächen etwas spät dran“, sagte der 38-Jährige, der dadurch einige Qualitätseinbußen hinnehmen musste. Im Durchschnitt werde „um Pfingsten, von Anfang bis Mitte Mai zum ersten Mal gemäht“.

Landwirte rund um Groß Schacksdorf unterstützen sich

Hobbylandwirte in der Region unterstützen sich mit ihrer Technik. Eingefahren wurde die Ernte deshalb von Arnim Mettke (65) mit seinem Zetor aus dem Baujahr 92 samt angehängter Rundballenpresse. Es gebe große Nachfrage nach Heu, betont Arnim Mettke, der seit 1991 Landwirtschaft im Nebenerwerb betreibt.
„Für die Landwirtschaft und die Natur habe ich mich schon immer begeistert“, sagte der Groß Schacksdorfer, der bei der eigenen Grasmahd zahlreiche „Zaungäste“ hatte. Fünf Rotmilane verfolgten das Geschehen aus der Luft, um sich dann pfeilschnell nach unten auf aufgeschrecktes Kleingetier zu stürzen. Auch ein gravitätisch über die Wiese stakender Weißstorch folgte der Technik.

Wegen der Trockenheit nur ein Heu-Schnitt in Spree-Neiße

In den vergangenen Jahren hat der Freizeitlandwirt beobachtet, dass aufgrund der „extrem geringen Niederschläge nur ein Schnitt eingefahren werden kann“. Der Grummet, der besonders nährstoffreiche zweite Schnitt, der der etwa ein Drittel des gesamten Heuertrages ausmacht, falle aufgrund der Trockenheit immer häufiger aus.
Auch Marcel Krüger bestätigt dies. Auch wenn „die relativ gute Heuernte“ ausreiche, um die Tiere problemlos über den Winter zu bringen, habe sich nicht erst seit dem Dürresommer 2019 die Notwendigkeit der Vorratswirtschaft gezeigt. „Wir schätzen jeden Halm, den wir einbringen können“.
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