Zum Jahreswechsel hat der Landkreis Spree-Neiße seine Statistik-Software zur Corona-Erfassung umgestellt. Weshalb es vom 1. bis 3. Januar keine neuen Daten gab.
Am 4. Januar betrug der 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis Spree-Neiße 329,8, am 5. Januar 310,4 Beides liegt deutlich unter dem Wert vom 31. Dezember. Am letzten Tag des Jahres stand ein Inzidenzwert von 400,1 zu Buche.

Die derzeit niedrigeren Werte sind laut Landkreis nicht aussagekräftig

„Das hat leider nichts zu sagen. Wir werden frühestens ab Wochenmitte belastbare Werte haben“, sagt Michael Koch, Sozialdezernent des Landkreises. „Viele Labore haben über Weihnachten geschlossen, und viele Leute sind nicht zum Test gegangen.“
Das würde noch nachklingen. Und das Infektionsgeschehen von Weihnachten und Silvester mit seinen familiären Kontakten werde sich erst in zirka 14 Tagen in der Statistik niederschlagen Er glaube deshalb noch für einige Zeit an einen Inzidenzwert von etwa 400. Die 7-Tage-Inzidenz bildet die Fälle der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner ab.
Grundsätzlich, so die Einschätzung des Sozialdezernenten, habe der Lockdown in Spree-Neiße noch nicht zu einem signifikanten Absinken der Zahlen geführt. „Aber das zu beurteilen ist schwierig. Wir müssen einmal einen 14-Tage-Zeitraum ohne Feiertage dazwischen beobachten.“ Unter dem Strich brauche man jetzt mehr Zeit, um zu sehen, wie der mittelfristige Trend verläuft. „Ich hoffe, dass wir in der zweiten Januarhälfte einen realen Inzidenzwert von rund 300 erreichen können.“

Landkreis Spree-Neiße kann jetzt direkt auf Labor-Daten zugreifen

Die neue Software „Demis“, auf die der Landkreis umgestellt hat, wird auch von vielen Laboren genutzt. Damit kann der Landkreis direkt auf die Daten von Laboren zugreifen, ohne auf deren Übermittlung warten zu müssen. Ab Dienstag, dem 5. Januar, erfolgt wieder die regelmäßige Bekanntgabe der Zahlen.
Inwieweit die Corona betreffenden Allgemeinverfügungen des Landkreises verschärft werden, soll am 6. Januar beraten werden – entsprechend dem Vorgehen der Bundes- und Landesregierung. Schwierigkeiten gab es zum Jahreswechsel mit der Telefonhotline des Landkreises. Sie war zwar auch am 31. Dezember besetzt. Ab Mittag gab es technische Probleme bei der Erreichbarkeit, diese hielten bis zum 3. Januar an und bezogen sich auf eingehende Anrufe. Die Hotline war dadurch zeitweilig nicht erreichbar. Die Probleme wurden behoben.