Erneut hat die Bundespolizei einen Schleuser auf der A15 nahe der deutsch-polnischen Grenze festgenommen. Am Dienstagnachmittag, 27. September, gegen 15.30 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte bei Bademeusel ein in Richtung Inland fahrenden Skoda Karoq. Neben dem Fahrzeugführer befanden sich weitere sieben Personen in dem polnischen Mietfahrzeug, wie die Pressestelle der Bundespolizei mitteilt.
Vier der Männer saßen auf der für drei Personen ausgelegten hinteren Rücksitzbank, zwei Männer saßen im Kofferraum. Weder der ukrainische Fahrer noch die sechs syrischen und ein algerischer Staatsangehöriger konnten aufenthaltslegitimierende Dokumente vorweisen. Die Bundespolizisten nahmen den 28-jährigen Schleuser sowie die geschleusten Männer im Alter von 17 bis 38 Jahren vorläufig fest.

Cottbus/Guben

Schleuser soll einem Haftrichter vorgeführt werden

Gegen den ukrainischen Schleuser leiteten Einsatzkräfte ein Strafverfahren wegen des Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdender, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung und Gesundheitsgefährdung ein. Der Mann soll einem Haftrichter vorgeführt werden.
Gegen die Geschleusten leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise beziehungsweise des unerlaubten Aufenthaltes ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Äußerung von Schutzersuchen überstellte die Bundespolizei die sieben Männer an die Zentrale Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt.
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