Mehr als zehn Tage sind die zwei Kattas, Halbaffen aus der Gruppe der Lemuren, nun bereits aus dem Affenzoo Jocksdorf bei Forst verschwunden. „Leider habe ich noch gar nichts gehört, nicht ein einziger Anruf kam“, sagt Sybille Mai, die den Affenzoo leitet, traurig. Auch Aufrufe auf der Plattform Facebook brachten nichts. „Es wundert mich, dass gerade das erfahrene Männchen Cobu nicht zurückfindet.“ Es war am 4. Juni gemeinsam mit seiner 14-monatigen Tochter vom Ausflug in Nachbars Garten nicht zurückgekehrt, da es verschreckt wurde.
Sybille Mai hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, obwohl ein Katta noch nie so lange weg war. Sie tröstet das Wissen, dass es derzeit genug zu fressen für sie in den Gärten der Umgebung gibt: Blätter, Knospen, Blüten. Die belaubten Bäume seien jedoch auch das Verhängnis: „Dadurch sieht man die Kattas nicht, denn sie schütteln und rütteln nicht im Baum wie Makaken, sondern sind sehr ruhig und zurückhaltend.“

Kattas nicht selbst fangen, sondern Affenzoo Jocksdorf anrufen

Es seien sehr friedliche Tiere. Charakteristisch ist der schwarz-weiß gestreifte Schwanz und ein graubraunes, flauschiges Fell an Rücken und Flanken, der Bauch ist weißlich. Das Katta-Mädchen sei etwa so groß wie eine Katze.
Sybille Mai rät jedoch, sie nicht selbst zu fangen. „Denn es sind Wildtiere, die auch empfindlich beißen können.“ Wenn jemand sie entdecke, sollte er sie lieber in eine Garage oder Geräteschuppen locken – am besten mit Banane, Kirschen, süßem Brot oder auch einem Schälchen Wasser – und dann die Türe schließen und im Affenzoo anrufen unter Telefon: 035695 7183 oder Handy: 0151 20136582 (per Whatsapp).