Von Margit Jahn

Was für ein kultur-geschwängertes Wochenende in Forst! Während auf dem Stadionplatz der ESV seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, hieß es ab 17 Uhr im Manitu, der Erlebnisgaststätte unweit der deutsch-polnischen Grenze: Partystimmung zum 20. Jubiläum. Das Wirtspaar Jana und Frank Pfitzmann wollte den Gästen für 20 Jahre Treue ein besonderes Highlight in diesem besonderen Jahr anbieten und haben sieben grandiose und über die Grenzen weit bekannte Bands geordert. Die meisten von Ihnen waren schon im Manitu spielen, und viele sind längst aus Verbundenheit zur familiären geführten kleinen Location, Freunde geworden. Stahlmann, Heldmaschine. RMC, Judas Priest Revival, Motörhead Revival, PlatVorm und Bandana heizten dem Publikum an diesem ohnehin schon sehr warmen Sommertag kräftig ein. Die angekündigte Kult-Band Pusteblume, die damals auch sehr erfolgreich im Manitu gespielt hat, hatte abgesagt weil ihr Sänger inzwischen aufgehört hat. Dafür kam Bandana, eine Johnny Cash CoverBand, die somit für ein abwechslungsreiches Musikrepertoire auf dem Gelände sorgte. Während abwechselnd drei Bands auf der Bühne im Manitu spielten, war draußen ein großes Festzelt aufgebaut, wo die etwas mehr Technikaufwendigeren Bands spielten und sich auf der großen Bühne mit einer spektakulären Lichtshow mehr als austoben konnten.

Für genug Imbissangebote und Sitzmöglichkeiten gesorgt

Donnernde Bässe, brachial und martialisch, aber auch feine Balladen, Rock vom Feinsten, animierten die Besucher vom ersten Takt an, die Tanzfläche zu füllen. Und das über viele Stunden hinweg. Mit der Feuershow der Feuershowgruppe „Ravenchild“ war der Abend gut abgerundet und ein weiterer Höhepunkt auf dem nächtlichen Gelände des Manitus. Auf dem Gelände war für ausreichend Imbissangebote, sowie Sitzmöglichkeiten gesorgt, und somit musste keiner der Gäste lange anstehen. Das gefiel auch ganz besonders Ursula Riebe , die mit ihrer Freundin Simone Wiezorek aus Cottbus von Beginn an dabei war. Ursula Riebe ist ab und an im Manitu, je nachdem welche Gruppe spielt. “Die Veranstaltung ist sehr schön organisiert. Mir gefällt die unterschiedliche Musik“. Zur eingesprungenen Band Bandana sagte sie:“Country höre ich auch sehr gerne“. Simone Wiezorek ist wegen der Rammstein Coverband Stahlmann und RMC da, die Musik mag sie besonders gern. Ihr gefällt besonders der liebevoll und gut illuminierte Platz draußen vom Biergarten bis zum großen Festzelt. „Mit den vielen Lämpchen sieht alles so schön draußen aus“. Die meisten sind gekommen, um mit ihren Freunden ein Wiedersehen zu feiern, und das lange Musikangebot zu genießen. Dazu war der laue Sommerabend mehr als gut geschaffen. Wirtin Jana, die im Bauwagen am Weg saß, hatte von dort alle Fäden der Organisation in der Hand und konnte von dort schnell organisieren, wenn etwas nachgesteuert werden musste. Roland Flemming, seinen Urlaub für das Konzert nutzend auch von Nachmittag an dabei war begeistert. „Ein schönes Event. Toll, das das Manitu so etwas auf die Beine gestellt hat“.

Wigwamgetöse ging gegen 2 Uhr zu Ende

Wirt Frank Pfitzmann ist am Ende vom zahlreichen Zuspruch der Gäste erfreut. „Das Wigwamgetöse, unser jährlich stattfindendes Rockfestival am letzten Juliwochenende, war gut besucht. Gäste von über 700 km waren am Abend dabei. Viele Fans sind ihren Lieblingsbands gefolgt. Allein Stahlmann aus Göttingen, aber auch Heldmaschine aus Koblenz, brachte viele Fans mit, die dann gleich ihre Zelt auf dem grünen Gelände aufschlugen oder im Auto übernachtet haben.“ Um 2 Uhr ging das Wigwamgetöse dann dem Ende entgegen, und um 6 Uhr konnte sich Wirt Pfitzmann dann auch für eine kleine Weile aufs Ohr legen, bevor es am Morgen dann zum großen Aufräumen ging. Im nächsten Jahr wird es wieder im letzten Juliwochenende ein erneutes Wigwam-Getöse geben, mit anderen Bands. „Diese werden immer ausgetauscht“ so der müde, aber glückliche Wirt.