Wasserturm in Finsterwalde
: Sie ist wieder da – Nixe kehrt auf Wahrzeichen zurück

Die Nixe krönt wieder den Wasserturm in Finsterwalde. Dank engagierter Spender und helfender Hände gibt es wieder die vertraute Ansicht.
Von
Mario Sanders
Finsterwalde
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Spitzenfest am Wasserturm in Finsterwalde anlässlich der Rückkehr der Nixen-Wetterfahne und Montage am 5. Juni 2025.

Spitzenfest am Wasserturm in Finsterwalde anlässlich der Rückkehr der Nixen-Wetterfahne und Montage.

Mario Sanders
  • Die Nixe kehrt auf den Wasserturm in Finsterwalde zurück, dank engagierter Spender.
  • Die Installation der Wetterfahne erfolgte mit einem Hubsteiger und 75 Metern Arbeitshöhe.
  • Bürgermeister Jörg Gampe lobt die Spendenaktion und den Zusammenhalt der Bürger.
  • Lutz Müller betont den Beitrag kleiner Spenden von Bürgern und Rentnern.
  • Die Wetterfahne sichert die Zukunft des Wahrzeichens für weitere 100 Jahre.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hubert Koslowski wohnt seit 1990 am Wasserturm. „Ich habe eine ganz besondere Beziehung zu unserem Wahrzeichen“, berichtet er. Als die Spitze vor über sechs Jahren im März 2019 abknickte, habe er das Stück für Stück miterlebt. Seine Fotos waren damals in der Zeitung. „Ich kann im Winter, wenn die Bäume kahl sind, von meinem Bett aus die Wasserturmuhr ablesen. Nun ist er endlich wieder komplett“, schwärmt er.

Für Thomas Freudenberg, Bereichsleiter der Stadtwerke Finsterwalde, stieg seit Mittwoch vor Himmelfahrt (28.05.) die Anspannung und Aufregung. „Ich hatte da ein Treffen mit der Firma Mateco aus Cottbus, direkt vor Ort. Der Einsatz des Hubsteigers mit 75 Metern Arbeitshöhe wurde festgemacht. Doch ich fragte mich: Passt das Wetter und wird es nicht zu windig? Wie geht das mit dem Blitzschutz, muss ich noch Dachdecker organisieren? Und wie sieht es mit der weiteren Organisation, von Bierwagen über Dixi-Klo bis Sitzgelegenheiten, aus? Das Dixi kam heute um dreiviertel neun an“, berichtet er erleichtert. „Und nun ist die Spitze wieder da!“

Andy Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Finsterwalde, erklärt in seiner Ansprache: „Ich denke, das ist ein bedeutender Moment für das Stadtbild und die Bürger von Finsterwalde, dass die Wetterfahne wieder feierlich auf dem Turm montiert wird.“

Bürgermeister von Finsterwalde dankt Spendenorganisator Müller

Bürgermeister Jörg Gampe spricht von einem „besonders schönen Tag für Finsterwalde“. Es habe zwar lange gedauert, doch zwischendurch hätten die Bürger im Kreismuseum und Feuerwehrmuseum die Nixe besichtigen können. „Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, meinen Dank an Lutz Müller vom Verein Lebensart Lange Straße auszudrücken. Er zeigte mit der Spendenaktion den Zusammenhalt der Bürgerschaft.“

Lutz Müller, vom Verein Lebensart Lange Straße steckte viel Herzblut in die Spendenaktion zum Erhalt und Wiederaufbau der Wasserturmnixe.

Lutz Müller, vom Verein Lebensart Lange Straße steckte viel Herzblut in die Spendenaktion zum Erhalt und Wiederaufbau der Wasserturmnixe.

Mario Sanders

Lutz Müller steckte viel Herzblut in das Projekt. „Das Ergebnis begeistert mich sehr. Es waren nicht die großen Unternehmen, sondern vor allem die kleinen Bürger und Rentner, die mit Spenden von fünf bis zehn Euro zum Erfolg beigetragen haben“, lobt Müller.

„Aus jeder Richtung, aus der man nach Finsterwalde kommt, fällt als Erstes der Wasserturm ins Auge“, sagt er. Er habe ihn zwar immer wahrgenommen, doch die kleine Nixe auf dem Turm sei ihm erst aufgefallen, als sie plötzlich fehlte. „Von da an schaute ich öfter genauer hin und vermisste die Wetterfahne. Umso schöner, dass unsere 100 Jahre alte Sehenswürdigkeit nun für die nächsten 100 Jahre fit gemacht wurde“, schwärmt Müller.

Monteure installieren mittels Hubsteiger, der eine Arbeitshöhe von 75 Metern erreicht, am 5. Juni 2025 die Nixe auf dem Wasserturm.

Monteure installieren mittels Hubsteiger, der eine Arbeitshöhe von 75 Metern erreicht, die Nixe auf dem Wasserturm.

Mario Sanders

Carsten Schumann war schon oben in der Spitze des Turms. „Das ist schon ein besonderes Gefühl, wenn du da oben hockst, die Beleuchtung kontrollierst, nach unten schaust und dir bewusst wird: hier ist keine Sicherung. Ich erinnere mich, als Mitte der 90er eine Spezialfirma etwa 1,5 Tonnen Taubenmist entfernte und erst danach die Netze angebracht wurden.“

Mit einer kleinen Stehleiter begab sich Harry Prell mit Mitarbeiter Mattig von der Firma Lieske im März 2019 hinauf in die Turmspitze, um die Nixe mit einem Seil vor dem Absturz notzusichern. „Nun ist alles wieder am rechten Platz“, lautet sein Fazit.