Wanderweg bei Finsterwalde
: So viel Arbeit und Herzblut stecken im neuen Angebot

Der Wanderweg zwischen Sorno und Pechhütte bei Finsterwalde steht vor der Eröffnung. Initiatorin Elvira Vogel hatte beim Bau unerwartete Herausforderungen.
Von
Kai Roeper
Finsterwalde
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Elvira Vogel und Ronny Liebscher an der Roten Brücke, die Teil des gemeinsam geplanten Wanderweges zwischen Sorno und Pechhütte sein soll.

Wandern bei Finsterwalde: Elvira Vogel und Ronny Liebscher an der Roten Brücke, die Teil des gemeinsam geplanten Wanderweges zwischen Sorno und Pechhütte sein soll.

Rolf Kühne
  • Wanderweg Sorno-Pechhütte bei Finsterwalde eröffnet am 4. April 2025.
  • Projektinitiatorin Elvira Vogel bewältigte unerwartete Herausforderungen.
  • Bürgerprojekt erhielt 11.000 Euro aus dem Sängerstadtbudget.
  • Fünf Waldbänke und Stelen mit historischen Infos aufgestellt.
  • Feierlichkeiten beginnen um 10.30 Uhr am Waldeck Sorno.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Elvira Vogel ist Ortsvorsteherin von Sorno. Mit ihrem Hund steht sie vor einer der neuen Bänke am künftigen Wanderweg. Das Projekt hat sie unter anderem gemeinsam mit dem Ortsvorsteher von Pechhütte, Ronny Liebscher, initiiert. Der Wanderweg soll beide Ortsteile von Finsterwalde miteinander verbinden. Auf der Parkbank hat Elvira Vogel einen dicken Aktenordner abgelegt. Die Planungen waren umfangreicher als ursprünglich angenommen – und vor allem arbeitsintensiv.

Das Projekt wird gefördert durch das Sängerstadtbudget der Stadt Finsterwalde. Seit 2020 stellt die Stadtverwaltung 25.000 Euro zur Verfügung und damit Finsterwaldern die Möglichkeit, eigene Ideen für ihre Heimatstadt einzubringen und darüber abzustimmen, was umgesetzt wird.

11.000 Euro vom Sängerstadtbudget für neuen Wanderweg bei Finsterwalde

2023 bewarben sich Bürgerinnen und Bürger aus Sorno und Pechhütte mit ihrem Projekt  „Wanderweg Sorno-Pechhütte“ für das Sängerstadtbudget. Die Stadt Finsterwalde prüfte, ob die Projektideen zulässig und die kalkulierten Kosten realistisch sind. Nachdem das Projekt akzeptiert wurde, bat Elvira Vogel aktiv um Unterstützung in der Dorfgemeinde, verteilte Handzettel und führte viele Gespräche mit Einwohnern. Die Arbeit zahlte sich aus. Mit 305 Stimmen erhielt die Projektidee „Wanderweg Sorno-Pechhütte“ die meisten Stimmen in der Abstimmung.

Immerhin 11.000 Euro stehen nun aus dem Sängerstadtbudget zur Verfügung. Das Konzept sah einen etwa drei Kilometer langen Wanderweg vom Ende der Sportplatzstraße in Sorno bis zum Dorfeingang in Pechhütte vor. Fünf Waldbänke sollten zum Verweilen einladen und weitere fünf Stelen mit historischen und naturwissenschaftlichen Inhalten sollten aufgestellt werden.

Einfacher gesagt als getan. Elvira Vogel berichtet: „Wir haben historische, qualitativ gute Fotos beschafft und aufbereitet, Piktografenarbeiten mit vielen Änderungen durchgeführt und Waldbankstandorte erschlossen. Die Naturparkverwaltung hat in ihrer Freizeit ein Layout erstellt.“ Die Arbeit sei zeitintensiv und voller Bürokratie gewesen, so Vogel.

Sie erklärt: „Es war sehr schwer, durchzuhalten. Viele wollten eigene Ideen einbringen: Waldbesitzer, die untere Naturschutzbehörde, das Vermessungsbüro und die Naturparkverwaltung.“ Die Bänke wurden bereits aufgestellt, die Stelen sollen in den kommenden Wochen folgen. Doch eine Bank wurde bereits mit Graffiti beschmiert.

Am neuen Wanderweg in Finsterwalde/Sorno wurde bereits eine Bank beschmiert.

Am neuen Wanderweg in Sorno bei Finsterwalde wurde bereits eine Bank beschmiert.

Kai Roeper

Die Freude über die Einweihung kann die Schmiererei auf jeden Fall nicht schmälern. Die Feierlichkeiten sollen am 4. Mai 2025 um 10.30 Uhr am Waldeck in Sorno beginnen. Zu Fuß oder per Rad kann der neue Wanderweg dann begutachtet werden. Auch eine Kremserfahrt soll stattfinden. Bei Mittagessen wird anschließend am Pechhütter Backofen gefeiert.