Swarco in Schönborn
: Jeden Morgen blickt er auf das Werk seiner Tochter

Ein Graffiti-Projekt der Grundschule Rückersdorf hat bei Swarco in Schönborn eine 120-Quadratmeter-Wand verändert. Für Tobias Gmerek wurde das Werk durch seine Tochter zur Herzenssache.
Von
Kai Roeper
Schönborn
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Bei Swarco in Schönborn wurde ein Graffiti angebracht, das von Schülern der Grundschule Rückersdorf gesprüht wurde. Tobias Gmerek sieht das Werk seiner Tochter nun jeden Morgen, wenn er auf Arbeit fährt.

Bei Swarco in Schönborn wurde ein Graffiti angebracht, das von Schülern der Grundschule Rückersdorf gesprüht wurde. Warum Tobias Gmerek das Kunstwerk täglich berührt.

Tobias Gmerek
  • Grundschule Rückersdorf gestaltet bei Swarco in Schönborn ein 120-m²-Graffiti.
  • Tochter von Produktionsleiter Tobias Gmerek wirkte mit – für ihn Herzensprojekt.
  • Motiv verbindet Straße, Schmelzwanne, Glasperlen, Schloss Doberlug und die Schule.
  • Reflexglasperlen wurden in die Farbe gemischt – Bezug zur Produktion bei Swarco.
  • PV- und Windkraftanlagen stehen für Zukunft, Swarco nutzt 100 Prozent erneuerbaren Strom.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wer das Werksgelände von Swarco in Schönborn betritt, wird seit einigen Wochen von einem besonderen Motiv begrüßt. Auf einer 120 Quadratmeter großen Wand prangt ein buntes Graffiti, das nicht nur Unternehmen zeigt, sondern eine besondere Geschichte erzählt. Das Graffiti wurde von Schülern der Grundschule Rückersdorf aufgetragen. Mit dabei war Lucia, die Tochter des Produktionsleiters Tobias Gmerek.

Für ihn ist das Graffiti etwas ganz Besonderes. Seine Tochter besucht die sechste Klasse der Grundschule Rückersdorf, die jedes Jahr ein Graffiti-Projekt auf die Beine stellt. Als in diesem Jahr die Schule wieder nach einer geeigneten Fläche suchte, fand sie mit Swarco schnell einen Partner. „Bei unserem Geschäftsführer Thomas Pilkenroth habe ich sofort Gehör gefunden“, sagt Tobias Gmerek, der ihm den Vorschlag unterbreitete. Die Idee wurde sofort begrüßt und die Umsetzung ging zügig voran.

Mit an Bord war auch der Leipziger Graffiti-Künstler Ralf Hecht. Er sorgte dafür, dass die Schülerinnen und Schüler während der drei Projekttage immer beschäftigt waren und nicht nur danebenstanden. Außerdem gab es noch einen Fototermin, nachdem dann das Graffiti wirklich fertig war. Die Klasse sei mit großem Eifer dabei gewesen, berichtet Tobias Gmerek. „Alle waren engagiert und wollten dabei sein. Das war echt schön anzusehen.“

Von der Idee bis zur größten Graffiti-Fläche

Für ihn persönlich war es die „schönste Woche des gesamten Jahres“. Das lag nicht nur daran, dass seine Tochter mitwirkte, sondern auch am Projekt, das die Kinder auf besondere Weise zusammengebracht habe. Eine Führung durch das Werk gehörte ebenfalls zum Programm. Die Schülerinnen und Schüler hörten aufmerksam zu, stellten viele Fragen und zeigten großes Interesse daran, was bei Swarco eigentlich jeden Tag so passiert. „Mit den Kindern durchs Werk zu gehen, war richtig schön. Sie haben alle aufgepasst“, erzählt Tobias Gmerek stolz.

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„Es war die schönste Woche des gesamten Jahres.“
Tobias Gmerek
Produktionsleiter, Swarco Schönborn GmbH

Die Wand war von Swarco zuvor ausgebessert und mit frischer Fassadengrundierung versehen worden. Mit 24 Metern Länge und fünf Metern Höhe ist sie die bisher größte Fläche, die im Rahmen des Graffiti-Projekts der Grundschule Rückersdorf gestaltet wurde. Allein diese Tatsache machte die Aufgabe für alle Beteiligten besonders.

Bei Swarco in Schönborn wurde ein Graffiti angebracht, das von Schülern der Grundschule Rückersdorf gesprüht wurde. Tobias Gmerek sieht das Werk seiner Tochter nun jeden Morgen, wenn er auf Arbeit fährt.

Das Graffiti-Projekt der Grundschule Rückersdorf fand dieses Mal bei Swarco in Schönborn statt. Das Motiv zeigt Straßen, eine große Schmelzwanne, Glasperlen und Windräder.

Tobias Gmerek

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: ein Motiv, das Technik, Standort und Zukunft miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt des Bildes steht das, was Swarco ausmacht: die Straße. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in der Herstellung von Reflexglasperlen für Fahrbahnmarkierungen. Diese sorgen dafür, dass Markierungen bei Nacht und Nässe besser sichtbar sind – und damit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Genau diese Reflexglasperlen sind auch im Graffiti wiederzufinden. Buchstäblich, denn sie wurde in die Farbe eingearbeitet und schlägt somit eine Brücke zwischen Kunst und Unternehmen.

Im Vordergrund ist zudem eine Schmelzwanne zu sehen, die im Prinzip zeigt, was bei Swarco passiert: Glas schmelzen, um daraus Perlen zu machen. Im Hintergrund sind das Schloss Doberlug und die Grundschule zu sehen, die als Verweis auf die Region und die Kinder dienen, die das Bild geschaffen haben.

Tobias Gmerek, Produktionsleiter bei Swarco in Schönborn, weist auf die Glasperlen hin, die weltweit zum Einsatz kommen. Im Graffiti sind sie als Teil der Straßenmarkierung direkt ins Motiv integriert.

Tobias Gmerek, Produktionsleiter bei Swarco in Schönborn, weist auf die Glasperlen hin, die weltweit zum Einsatz kommen. Im Graffiti sind sie als Teil der Straßenmarkierung direkt ins Motiv integriert.

Kai Roeper

Ein Baum greift den naturnahen Standort in Schönborn auf. PV- und Windkraftanlagen stehen wiederum für den Blick in die Zukunft und die Energiewende. „Wir beziehen 100 Prozent erneuerbaren Strom“, erzählt Tobias Gmerek. Auch das sei Teil dessen, was man mit dem Graffiti zeigen wolle.

Tobias Gmerek sieht jeden Morgen das Werk seiner Tochter

So ist an der Firmenwand ein Bild entstanden, das weit über eine reine Verzierung hinausgeht. Es erzählt von der Arbeit bei Swarco, von der Umgebung in Schönborn, von Nachhaltigkeit – und von einem Schulprojekt, das Kinder, Unternehmen und Ort zusammengebracht hat.

Für Tobias Gmerek hat das Graffiti noch eine ganz persönliche Bedeutung. „Es verändert den Blick, wenn man hier am Morgen auf den Hof fährt“, sagt er. Denn jedes Mal sieht er nicht nur das neueste Unternehmensmotiv, sondern auch das Werk seiner Tochter.

Glas-Tradition in Schönborn bis heute

Standort & Ursprung: Langer Traditionsstandort der Glasherstellung in der Niederlausitz (historisch u. a. „Johannahütte“, später Glas- und Bleikristallprodukte in DDR-Zeiten).

Sovitec-Gruppe: Über Jahre Produktionsstätte für reflektierende Glasperlen; zeitweise firmierte das Werk als Sovitec Glasperlen GmbH.

Ausgliederung & Gilde (2017): 2017 herausgelöst aus der Sovitec-Gruppe und als Vialux Glasperlen GmbH unter Gilde Equity Management Benelux fortgeführt.

Übernahme durch SWARCO (2018): Swarco übernimmt im September 2018 100 % der Anteile; Umbenennung in Swarco Schönborn GmbH.

Heutige Ausrichtung: Herstellung hochwertiger retroreflektierender Glasperlen (Direktschmelzverfahren, Durchmesser bis zu 1,8 mm), rund 30 Mitarbeiter, Export u. a. für horizontale Straßenmarkierungen weltweit.