Sprit sparen beim Fahren: Diese Tipps geben zwei Experten aus Finsterwalde

Bianca Bielagk ist Fahrschullehrerin und Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster. Sie weiß, wie Berufspendler trotz Kälte und gestiegenen Spritpreisen sparsam fahren können.
Rolf Kühne- Experten aus Finsterwalde geben Tipps zum Spritsparen – trotz Kälte und steigender Preise.
- Höhere CO₂-Abgabe 2026: Spritpreise steigen um etwa drei Cent pro Liter.
- Kälte erhöht Verbrauch: Mehr Heizung, bis zu 30 % Mehrverbrauch möglich.
- Spritspar-Tipps: Leerer Kofferraum, niedrige Drehzahlen, vorausschauendes Fahren.
- Diesel effizienter als Benziner, aber problematisch bei Kurzstrecken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kältegrade und steigende Spritpreise – besonders für Berufspendler ist das eine schlechte Konstellation. Auch wenn die Temperaturen in den nächsten Tagen wieder etwas steigen, Sprit sparend fahren ist immer eine gute Idee. Zwei Mitarbeiter der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster wissen, wie das geht.
Das Jahr 2026 hat mit einem Anstieg der Spritpreise begonnen. Getrieben durch die höhere CO2-Abgabe, nun 55–65 Euro/Tonne statt fest 55 Euro/Tonne, wird es an den Zapfsäulen um etwa drei Cent pro Liter teurer. Dazu kommt der steigende Kraftstoffverbrauch bei Minusgraden. Je nach Fahrzeug und Fahrweise können das durchschnittlich zehn bis 30 Prozent sein, ein Mehrverbrauch von ein bis zwei Litern auf 100 Kilometer. Gründe dafür sind unter anderem die Heizung, die auf Hochtouren läuft, und andere Heizungen, die für Bequemlichkeit sorgen, wie Sitz- oder Lenkradheizung.
Das Zusammenspiel von Preisen und Witterung kann vor allem Vielfahrern schon mal die Haare zu Berge stehen lassen. Ein wenig Linderung des Problems versprechen die Tipps von Bianca Bielagk und Olaf Bielagk. „Nach dem Starten zeitnah losfahren, mit niedrigen Drehzahlen fahren, zeitig schalten“, sagt die Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Elbe-Elster. Der Geschäftsführer der Verkehrswacht ergänzt: „Der Kofferraum sollte leer sein, möglichst auf den Dachgepäckträger verzichten und auf Reifendruck achten.“
Auch vorausschauendes Fahren könne beim Sparen helfen, meint Bianca Bielagk, die als Fahrlehrerin arbeitet. „Vor der Kreuzung runter vom Gas und das Fahrzeug rollen lassen.“ Witterungsbedingt vorsichtig fahren, zum Beispiel auch außerhalb von Ortschaften 50 km/h, wäre völlig in Ordnung. Drängler sollte man ignorieren oder rechts ranfahren und vorbeilassen, betont Bianca Bielagk. „Aber Vorsicht“, warnt die Expertin, „auf keinen Fall aus erzieherischen Zwecken bremsen. Bei einem Unfall wird man dafür zur Verantwortung gezogen.“
Darum sind Diesel-Fahrer im Vorteil
Ein Dieselfahrzeug fährt Sprit sparender als ein Benziner. Olaf Bielagk erklärt: „Benzin hat einen niedrigeren Wirkungsgrad als Diesel. Der Motor verbraucht mehr, um die Leistung abzurufen.“ Allerdings müsse ein Diesel mindestens 20 Kilometer pro Fahrt bewegt werden. Sonst gebe es Probleme zum Beispiel mit dem Rußpartikelfilter oder AGR-Ventil, so Olaf Bielagk.

Die Preise sind auch an den Tanksäulen in Finsterwalde gestiegen.
Rolf KühneIm Winter sind Kurzfahrten allgemein keine gute Idee. Dazu Bianca Bielagk: „Auf jeden Fall sollten Kurzstreckenfahrten vermieden werden. Also nicht für jeden Weg das Auto nehmen.“ Die Fahrschullehrerin hält auch nicht mit ihrer Meinung zum Warmlaufenlassen eines Motors hinter dem Berg: „Mal davon abgesehen, dass das verboten ist und eine Ordnungswidrigkeit darstellt, kann es auch für den Motor schädlich sein. Das Benzin wäscht das Öl von den Kolben und sorgt so für höheren Verschleiß.“

