Schwanhof in Doberlug-Kirchhain: Wer kennt die vergessene Geschichte?

Der Schwanhof in Doberlug-Kirchhain birgt viele Lücken in seiner Geschichte. Jacqueline Stengel (l.) und Mary Ann Jankowski suchen Fotos, Erinnerungen und Hinweise zum früheren Volksgut.
Kai Roeper- Mutter und Tochter bewahren den Schwanhof in Doberlug-Kirchhain vor dem Vergessen.
- Sie pachteten das Gelände 2008 und kauften es 2023 – seitdem wird es schrittweise belebt.
- Heute leben dort rund 20 Ponys und Pferde sowie Schafe, Ziegen, Gänse und drei Kühe.
- Es ist ein privater Gnadenhof; eine Kuh kam schwanger mit gebrochenem Bein und blieb.
- Gesucht werden Fotos, Dokumente und Erinnerungen zur Geschichte – Kontakt: 0155 62421551.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jacqueline Stengel und ihre Tochter Mary Ann Jankowski möchten die Geschichte des Schwanhofs, also des ehemaligen Volksgutes in der Südstraße in Doberlug-Kirchhain, vor dem Vergessen bewahren. Deshalb rufen sie Menschen aus der Region dazu auf, ihre Erinnerungen, Geschichten und Fotos zu diesem Ort mit ihnen zu teilen.
Für die beiden ist das Anwesen längst mehr als nur ein alter Hof. Sie haben das Gelände seit 2008 gepachtet und 2023 gekauft. Seither haben sie den Ort Schritt für Schritt wieder nutzbar gemacht. „Hier lag viel Müll herum. Das haben wir alles bereinigt. Überhaupt haben wir das Gelände erstmal eingezäunt“, berichtet Mary Ann Jankowski.
Schwanhof in Doberlug-Kirchhain ist heute Gnadenhof
Heute beherbergt der Schwanhof rund 20 Ponys und Pferde sowie Schafe, Ziegen, Gänse und drei Kühe. Einen klassischen Landwirtschaftsbetrieb haben die beiden Frauen dort jedoch nicht aufgebaut. Stattdessen ist auf dem Gelände eine Art Gnadenhof entstanden. „Das ist alles private Haltung“, erklärt Mary Ann Jankowski.
Zu Hause sind hier vor allem Tiere, die eine zweite Chance im Leben erhalten haben. Wie eine Kuh, die seit fünf Jahren auf dem Schwanhof lebt. Sie kam schwanger und mit einem gebrochenen Bein zu ihnen.
Mit der Arbeit auf dem Gelände sei auch die Neugier auf dessen Vergangenheit gewachsen. „Es ist doch schade, dass so viele alte Höfe kaputtgehen“, findet Mary Ann Jankowski. Immer wieder habe sich für die beiden die Frage gestellt, was an diesem Ort früher einmal war, wer dort gearbeitet habe und welche Geschichten mit dem Schwanhof und dem Volksgut verbunden seien.

Auf dem Schwanhof in Doberlug-Kirchhain leben Ponys, Pferde, Ziegen, Gänse und Kühe. Mit viel Einsatz kümmern sich Jacqueline Stengel und Mary Ann Jankowski Tag für Tag um die Tiere.
Kai RoeperBislang ist darüber nur wenig bekannt. So gut wie alles aus der Zeit vor 2000 fehlt. Selbst in zwei älteren Chroniken fanden Mutter und Tochter kaum Hinweise. Lediglich von einer Gaststätte ist dort die Rede. Nun hoffen die beiden auf Rückmeldungen von den zuständigen Behörden und auf Informationen des früheren Besitzers, der extra aus Dortmund anreisen will.
Vor allem setzen sie aber auf Erinnerungen aus der Bevölkerung. Gesucht werden Fotos, Dokumente und persönliche Berichte, damit die Geschichte des Schwanhofs erhalten bleibt – vielleicht später auch in einer Online-Dokumentation. Hinweise nehmen Jacqueline Stengel und Mary Ann Jankowski unter der Telefonnummer 0155 62421551 entgegen.

