Die Sturmereignisse der Neuzeit tragen so freundliche Namen wie „Sabine“, „Friederike“, „Eberhard“ oder „Mortimer“. Sie knicken Bäume und decken Dächer ab. Mit dem Orkan, der vor mehr als 40 Jahren die Region aufschreckte, sind sie jedoch nicht zu vergleichen.

Am 24. Mai 1979 hinterließ ein Tornado im heutigen Landkreis Elbe-Elster eine über 50 Kilometer lange Spur der Verwüstung. Dieser verheerende Sturm, der nicht nur Dachziegel, Balken, Stahlbetonträger, sondern sogar tonnenschwere Mähdrescher durch die Luft wirbelte, erreichte die Stufe F4, die zweithöchste auf der international gültigen Fujita Skala.

Das und noch viel mehr erfährt der Besucher in der Sonderausstellung „Der Sturm kam Himmelfahrt“, die am 18. Februar 2020 um 19 Uhr im Weißgerbermuseum eröffnet wird. Historische Bild- und Schriftdokumente zeigen die Zerstörungskraft dieses Wirbelsturms. Allgemeine Auskünfte über das Wetterphänomen „Tornado“ ergänzen die Faktensammlung.

Interessierte sind zur Ausstellungseröffnung willkommen. Auch Zeitzeugen werden vor Ort sein.