Radsport in Sonnewalde: Gravelbike-Rennen – keine Konkurrenz für Profi-Radsportlerin?

Radsportlerin Judith Krahl aus Sonnewalde startet beim 1. Sonnewalder Schlosspark-Gravel über die lange Distanz.
Rolf Kühne- 1. Schlosspark-Gravel in Sonnewalde: Start am 27. Juli 2025 mit vier Rennen für Kinder und Erwachsene.
- Judith Krahl, Profi-Radsportlerin, startet über die Goldstrecke (110 km); drei weitere Frauen nehmen teil.
- Rund 130 Teilnehmer erwartet, darunter auch Weitgereiste aus Polen und Baden-Württemberg.
- Rennen führen über Schotter und Waldwege; Bürgermeister Felix Freitag tritt auf der Bronzestrecke (30 km) an.
- Straßensperrungen und Wetterlage (Waldbrandgefahr) waren Herausforderungen, jetzt alles startklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das 1. Sonnewalder Schlosspark-Gravel ist auf der Zielgeraden. Am Sonntag (27. Juli 2025) starten insgesamt vier Rennen im Kinder- und Erwachsenenbereich. Lange sah es danach aus, als müsse Lokalmatadorin Judith Krahl in dem von Männern dominierten Starterfeld als einzige Starterin über die lange Strecke gehen.
„Nein, ich glaube nicht, dass sich keine Fahrerin getraut hat, gegen mich anzutreten“, sagt die Radsportlerin aus Sonnewalde. Sie ist professionell im Radsport unterwegs und fährt für das Team Rose Racing Circle aus Bocholt (Nordrhein-Westfalen) Rennen. Dabei ist sie sowohl im Cyclocross, als auch im Gravel am Start.
Die 23-Jährige vermutet eher Termingründe und die Sommerpause für die Zurückhaltung der Radrennfahrerinnen. Auch sie würde zurzeit keine Rennen fahren und nur trainieren, erklärt Judith Krahl weiter. „Als Sonnewalderin ist mir aber die Teilnahme wichtig. Das sportliche Ergebnis steht nicht so sehr im Vordergrund“, versichert sie.
Über die Werbung in den sozialen Medien ist es den Organisatoren schließlich gelungen, noch drei weitere Starterinnen für das Goldrennen über 110 Kilometer zu gewinnen. „Die Startanmeldungen liefen insgesamt doch sehr schleppend“, erklärt Sebastian Grimm vom Mitorganisator Radsportverein Finsterwalde (RSV). Er begründet das unter anderem mit der Angewohnheit von manchen Sportlern, mit der Anmeldung bis zum letzten Tag zu warten.
Gravelbike-Rennen: 130 Teilnehmer in Sonnewalde erwartet
Rund 130 Teilnehmer werden die Strecke über weichen und groben Schotter und Waldwege in Angriff nehmen. Etwa halb so viel, wie sich die Organisatoren erhofft hatten. „Wir sind aber trotzdem zufrieden. Immerhin ist das bei uns die erste Veranstaltung dieser Art“, erklärt Sebastian Grimm dazu.
Mit dabei sind viele lokale Starter ohne Verein. Auch Weitgereiste aus Neckarsulm in Baden-Württemberg und sogar aus Polen werden antreten. Dazu kommen die jungen Starter aus den Grundschulen Sonnewalde, Crinitz und Finsterwalde und auch Vorschulkinder.
Gravelbike-Rennen in Sonnewalde: Der Zeitplan
Die Kids machen am Sonntag den Anfang. Ab 10 Uhr geht es für sie über drei Kilometer rund um die Hainwiese. Ab 11 Uhr gehen im 20-Minuten-Takt die Großen ins Rennen. Zuerst die Starter über die Goldstrecke (110 Kilometer, vier Runden), dann die über die Silberstrecke (55 Kilometer, zwei Runden) und schließlich die Bronzestrecke-Fahrer (über 30 Kilometer, eine Runde). Für die letztere hat sich auch Sonnewaldes Bürgermeister Felix Freitag eingeschrieben.
Der Gravel-Rundkurs führt entlang der Hainwiese, weiter über Brenitz, Kleinkrausnik, Wehnsdorf, Großkrausnik, Zeckerin und dann zurück über den Herrenberg nach Sonnewalde. Alle Teilnehmer erhalten eine Startermedaille. Die drei Erstplatzierten bekommen individuelle Siegerpokale. Sebastian Grimm: „Wir haben für die Gestaltung Lenker von Rennrädern benutzt, mit denen durchaus schon erfolgreiche Sportler unseres Vereins, wie zum Beispiel Henning Bommel, gefahren sein könnten.“

Der Verlauf der Rennstrecke beim Sonnewalder Schlosspark-Gravel.
Sebastian GrimmBeeinträchtigungen während Gravelbike-Rennen in Sonnewalde
Während der Veranstaltung ist die B96 in der Ortslage Sonnewalde teilweise gesperrt. Umgeleitet wird laut Sebastian Grimm über die Schulstraße. Zum Ende der Veranstaltung, etwa 15.30 / 16 Uhr, wird die Sperrung aufgehoben.
Noch bis vorige Woche hatten die Organisatoren ein dickes Problem. „Die hohe Waldbrandgefahr hätte das Rennen unmöglich gemacht“, so Sebastian Grimm. „Jetzt spielt uns aber das Wetter mit den Regenfällen in die Karten.“

Das sind die Siegerpokale für das Sonnewalder Schlosspark-Gravel. Der RSV hat sie individuell mit alten Lenkrädern gestaltet.
Sebastian GrimmAuch die Suche nach Streckenposten war für die Organisatoren anstrengend. Sebastian Grimm: „Jetzt haben wir aber 30 Posten zusammen. Die Liste ist voll.“ Der 2. Vorsitzende des RSV empfand die Vorbereitungsphase als stressig, aber erfolgreich. „Für andere Veranstaltungen zieht man nur den Zettel aus der Schublade. Das hier ist Neuland für uns“, meint er.
Auf jeden Fall wolle der RSV in Sachen Radsport in der Region weitermachen, betont Sebastian Grimm. „Wir wollen die Gegend mit noch mehr Radsportveranstaltungen bereichern.“
Thema Gravelbike
» Ein Gravelbike ist, frei ins Deutsche übersetzt, ein Schotterrad und beschreibt so schon das Gelände, in dem sich Rad und Fahrer am wohlsten fühlen.
» Es ist robust und hat eine stabile Geometrie.
» Bei der Gravel-World Series können sich die Fahrer für die Weltmeisterschaft qualifizieren.


