Projekt in Finsterwalde
: Club oder Disco – wie Jugendliche ab sofort mehr mitbestimmen

Kinder in Finsterwalde sollen im Rahmen eines neuen Projektes demnächst mehr entscheiden dürfen. Dabei wird über einen neuen Jugendclub oder eine Disco diskutiert. Welche Pläne stehen an?
Von
Rolf Kühne
Finsterwalde
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Bei der Kick off-Veranstaltung zum Projekt Kinder- und Jugendbeteiligung in Finsterwalde kamen von den jungen Teilnehmern schon die ersten Ideen.

Finsterwalde: Bei der Kick off-Veranstaltung zum Projekt Kinder- und Jugendbeteiligung kamen von den jungen Teilnehmern schon die ersten Ideen zum Thema Jugendclub oder Disco.

Stadt Finsterwalde / Paula Hromada
  • In Finsterwalde soll ein neues Projekt zur Kinder- und Jugendbeteiligung starten.
  • Jugendliche können über einen neuen Jugendclub oder eine Disco mitbestimmen.
  • Das Kick-off-Event zeigte, dass mehr Werbung nötig ist.
  • Das nächste Treffen ist am 7. September 2024 geplant.
  • Ziel ist eine nachhaltige Einbindung der Jugend in Stadtprojekte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Demokratie fördern funktioniert nur durch Mitbestimmung. Genau darum geht es beim Projekt Kinder- und Jugendbeteiligung, das jüngst bei einer Kick off-Veranstaltung für Kinder ab zwölf Jahren auf den Weg gebracht wurde.

„Kinder- und Jugendprojekte gibt es schon lange“, sagt Antje Schulz-Schollbach. „Sie sind aber immer irgendwann im Sande verlaufen, weil die Themen abgearbeitet waren.“ Mit der Kinder- und Jugendbeteiligung soll das anders werden, darin sind sich die Finsterwalder Jugendkoordinatorin und ihre Mitstreiter vom Streetwork, der Stadtverwaltung, aber auch der Sparkasse Elbe-Elster oder dem Polizeirevier einig.

Vorschläge für Finsterwalde: Jugendclub, Disco und Co.

Vorstellungen gibt es schon einige. Zum Beispiel die Beteiligung am Sängerstadtbudget, eine regelmäßige Jugend-Fragestunde, ein Jugendclub oder eine Disco für junge Leute. „Beim Punkt Jugendclub habe ich die Kick off-Teilnehmer darauf hingewiesen, dass gerade ein Club dabei ist, sich in der Nähe des Finsterwalder Freizeitzentrums zu etablieren“, sagt Stadtsprecherin Paula Hromada.

„Hier haben wir aber auch gemerkt, dass wir in den sozialen Medien viel zu wenig Werbung für unsere Projekte machen. Hier müssen wir täglich posten“, ergänzt Streetworker Sebastian Töpfer. „Wir brauchen andere Wege, um die Jugendlichen zu erreichen, abseits der Erwachsenenwelt.“

Auch die Jugendlichen in Finsterwalde sollen dazu lernen

Diese Wege sollen aber keine Einbahnstraße sein. Die Jugendlichen, so Paula Hromada, müssten lernen, dass Projekte nicht von heute auf morgen funktionieren, dass Verwaltungsakte ihre Zeit brauchen. „Und sie sollten sich auch ihrerseits über Aktivitäten der Stadt informieren, indem sie zum Beispiel auf unsere Webseite schauen“, erklärt die Stadtsprecherin weiter.

Als Anlaufpunkt für die Kinder und Jugendlichen und deren Ideen sieht Antje Schulz-Schollbach das Jugend- und Freizeitzentrum (FZZ). „Hierhin werden sie sich zuerst wenden“, meint die Jugendkoordinatorin. „Obwohl sich unser Bürgermeister Jörg Gampe auch sofort Zeit nehmen würde“, ist sich Paula Hromada sicher.

Nächstes Treffen in Finsterwalde bereits geplant

Nachhaltigkeit soll dem Projekt verliehen werden, in dem es mit vielen Veranstaltungen gefüttert und dabei selbst zum Event wird. Was da konkret passieren muss, wie das Sängerstadtbudget und das FZZ zusammenkommen könnten und ob es irgendwann eine Jugenddisco in der Kulturweberei geben wird, soll beim nächsten Projekttreffen am 7. September 2024 besprochen werden.