Ortsbeirat in Doberlug-Kirchhain: Brauchen die Stadtteile ein Sprachrohr?

Ortsbeiräte für die Stadt? In das ehemalige Refektorium links neben dem Renaissanceschloss Doberlug und in die Technische Ausstellung in Kirchhain sind die Bürger geladen, um über Pro und Kontra zu diskutieren.
Patrick Pleul/dpa- Diskussion über Ortsbeiräte in Doberlug-Kirchhain: Veranstaltungen am 2. und 9. Februar.
- Bürgermeister Enrico Reiche lädt Bürger zur Debatte über Vor- und Nachteile ein.
- Ortsbeiräte in elf Ortsteilen bestehen bereits, sollen sie auch in der Kernstadt eingeführt werden?
- Einwohnerbefragung zur Einrichtung von Ortsbeiräten am 15. Februar parallel zur Landratswahl.
- CDU und WBU-LUN unterstützen Bürgerbeteiligung und Austausch zwischen Verwaltung und Bürgerschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Brauchen die Stadtteile Doberlug und Kirchhain einen Ortsbeirat, wie es ihn in den elf Ortsteilen bereits gibt? Und wenn ja, was macht dieser?
Bürgermeister Enrico Reiche lädt die Einwohner von Doberlug und Kirchhain zu einer Diskussion über Pro und Kontra zur Einrichtung jeweils eigener Ortsbeiräte ein. „In den elf Ortsteilen der Stadt gibt es bereits seit vielen Jahren Ortsbeiräte mit jeweils drei gewählten Vertretern, die erfolgreich arbeiten“, sagt Reiche.
In der Nachbarstadt Sonnewalde zeige sich zudem, dass sich Ortsbeiräte auch in Städten „engagiert zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen“, erklärt der Bürgermeister.
Ortsbeirat: mehr Mitsprache oder nur bürokratischer Aufwand?
Die Veranstaltungen finden am 2. Februar in der Technischen Ausstellung im Stadtteil Kirchhain sowie am 9. Februar im Refektorium am Schloss (Stadtteil Doberlug) statt. Beide Termine bieten die Möglichkeit, sich fundiert zu informieren und sich eine eigene Meinung auf Grundlage von Fakten zu bilden.
In den Dörfern liegen die Vorteile durch den Ortsbeirat auf der Hand. „Ein Ortsbeirat ist das Sprachrohr, der Kümmerer eines Ortsteils“, sagt Dago Krautz, Ortsvorsteher von Lugau. „Er bündelt die Anliegen der Einwohner, ist direkt und außerhalb der Sprechzeiten der Stadtverwaltung erreichbar, berät die Verwaltung und gibt Empfehlungen zu wichtigen Themen ab, wie zu Bauprojekten, Verkehrsfragen oder Veranstaltungen. Der Ortsbeirat tagt öffentlich“, hebt Krautz hervor. Man könne so im Rathaus mehr erreichen als ein einzelner Bürger des Ortes.

Enrico Reiche, Bürgermeister von Doberlug-Kirchhain, setzt auf mehr Bürgerbeteiligung und hofft auf rege Teilnahme an den Info-Veranstaltungen.
Mario SandersFür Frank Neczkiewicz, Fraktionsvorsitzender der WBU-LUN, könnte „ein Ortsbeirat in der Kernstadt eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Bürgerschaft und Verwaltung übernehmen. als Impulsgeber für Engagement und als Organisator gemeinschaftlicher Initiativen. Ziel ist es, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und neue Formen der Selbsthilfe zu fördern“.
CDU unterstützt Bürgerbeteiligung und Transparenz
Der CDU-Stadtverband Doberlug-Kirchhain bekenne sich klar zu Transparenz, Bürgerbeteiligung und einer sachlichen politischen Auseinandersetzung, auch beim Thema Ortsbeirat. „Vor diesem Hintergrund begrüßt die CDU ausdrücklich die beiden anstehenden Informationsveranstaltungen und ruft die Bürgerinnen und Bürger zur aktiven Teilnahme auf“, erklärt Enrico Langer, Vorsitzender des CDU Stadtverbandes und Stadtverordneter.
Nach den beiden Diskussionsveranstaltungen würden am 15. Februar 2026 die Einwohner der Stadtteile Doberlug und Kirchhain zugleich mit der Wahl des Landrates des Kreises Elbe-Elster auch die Möglichkeit haben, sich im Rahmen einer Einwohnerbefragung zu äußern und ihre Stimme zur Einrichtung von Ortsbeiräten abzugeben.
Einwohnerbefragung
am 2. Februar um 17.30 Uhr Diskussion in der Technischen Ausstellung
am 9. Februar um 17.30 Uhr Diskussion im Refektorium
am 15. Februar parallel zur Landratswahl die Stimmabgabe zur Einwohnerbefragung

