Offene Gärten in Elbe-Elster
: Bei Familie Semt gibt's sogar südliches Flair

Vom Westplatz in Finsterwalde zu Handtigs Ende in Zeckerin – das sind nur zwei von elf „offenen Gärten“ im Elbe-Elster-Kreis. In Finsterwalde lässt sich eine Familie gleich in drei Gärten schauen.
Von
Dieter Babbe
Finsterwalde
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In Finsterwalde lädt Familie Semt zu den "Offenen Gärten" ein. Bei ihnen gibt es viel zu entdecken und zu bestaunen.

In Finsterwalde lädt Familie Semt zu den „Offenen Gärten" ein. Bei ihnen gibt es viel zu entdecken und zu bestaunen.

Dieter Babbe
  • Elf „offene Gärten“ im Elbe-Elster-Kreis laden am 6. und 7. Juni 2026 zum Besuch ein.
  • Familie Semt in Finsterwalde zeigt drei Bereiche: Ziergarten, „tropische Poolecke“ und Beerengarten.
  • Besucher können im Wintergarten Kaffee und Kuchen genießen – Baden ist am Pool nicht möglich.
  • Barbara Vizethum öffnet in Zeckerin ihren umgestalteten Bauernhof mit Rosen, Obstbäumen und Kuchen.
  • Infos zu Adressen und Zeiten stehen online unter www.lkee.de/offenegaerten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein paar Jahre lang haben sich Ulrike und Marco Semt aus Finsterwalde „offene Gärten“ im Landkreis angesehen, auch um sich Anregungen für das eigene Grundstück am Westplatz zu holen. Bis sie sich in diesem Jahr entschieden haben: Wir machen selbst mit und öffnen unseren Garten für Besucher.

Dabei bieten die Semts etwas ganz Besonderes: drei Gärten in einem. Gleich am Eingang wird der Besucher begrüßt von herrlich blühenden Pfingstrosen und Schwertlilien. Auf ihre Alium ist Ulrike Semt besonders stolz. Das Schild „Rundgang“ lädt zum Spazieren rund ums Haus ein, vorbei unter anderem an einem kleinen Tiergehege, wo Zwergkaninchen sich bei viel Auslauf wohlfühlen.

Ein echter Hingucker ist die „tropische Poolecke“, wo man Gehölze wie Oliven, Bananen, Zitronen und ein Seidenbäumchen bewundern kann. Sich im Wasserbecken erfrischen können Besucher allerdings nicht. „Wir haben keinen Bademeister“, sagt Ulrike Semt schmunzelnd.

Zweites Grundstück in Finsterwalde ist ein Beerengarten

Als ob das nicht schon genug Garten wäre, verweist Marco Semt auf ein zweites Grundstück gleich gegenüber am Gartenweg. Den „Beerengarten“ nennen Semts es – hier wächst eine Vielzahl Sträucher mit Blau-, Him-, Stachel- und Brombeeren in sauber gepflegten Beeten.

Wer sich dann noch nicht sattgesehen hat, der wird von Familie Semt zu einem Kaffeeplausch eingeladen. Denn sie öffnet nicht nur ihren fast 2000 Quadratmeter großen Garten, sondern auch ihren Wintergarten. Dort können sich die Besucher hinsetzen und sich „wie zu Hause fühlen“, sagt Ulrike Semt – während sie Kaffee und Kuchen servieren wird.

Sollte es am Wochenende Andrang geben im Gartenweg am Westplatz 2a, dann raten Semts: Das Auto am besten auf dem Westplatz neben dem Schützenhaus parken.

Fast 2000 Besucher zählten die beteiligten Gärtner und die Kreisvolkshochschule Elbe-Elster als Organisatoren im vergangenen Jahr in den privaten „offenen Gärten“. In diesem Jahr reicht die Palette der privaten Kleinode von Zier- und Nutzgärten über Wald- und Hofgärten bis hin zu unterschiedlichen gärtnerischen Techniken, wie beispielsweise der Anwendung von Permakultur. Immer geht es darum, seinen ganz individuellen Garten zu gestalten.

Vom Bauernhof zum Gartenparadies in Zeckerin

Von Anfang an und in diesem Jahr wieder an den Tagen der „offenen Gärten“ dabei ist Barbara Vitzethum aus Zeckerin. Sie hat in den letzten Jahrzehnten aus ihrem Bauernhof ein wahres Paradies gemacht.

War der Hof zwischen Wohnhaus und Scheune früher eine einzige Wiese, damit die Fuhrwerke das Erntegut gefahrlos in den Schober fahren konnten, schlängelt sich heute nur noch ein Pfad durch das üppige Grün von Pflanzen, Stauden, Exoten und Bäumen – dazwischen wie versteckt kleine Skulpturen. „In diesem Jahr sind die Rosen hinten im Bauerngarten inmitten der alten Obstbäume der absolute Hingucker“, schwärmt Barbara Vizethum.

Die Bilder zeigen den Bauernhof von Barbara Vizethum in Zeckerin, bevor sie ihren grünen Daumen entdeckt hat und jetzt.

Die Bilder zeigen den Bauernhof von Barbara Vizethum in Zeckerin, bevor sie ihren grünen Daumen entdeckt hat und jetzt.

Dieter Babbe/Archiv Vizethum

Und nicht nur zum Hingucken, sondern zum Reinbeißen ist der leckere Quarkkuchen mit Mandarinen und der Streuselkuchen mit Kirschen gedacht, die man unter schattigen Bäumen oder auch in der Tenne genießen kann.

Wer Barbara Vizethum in Zeckerin besuchen möchte, sollte Dorfstraße 20 ins Navi eingeben. Oder: Wer mit dem Fahrrad kommt, Ur-Zeckeriner nach Handtigs Ende fragen, von Sonnewalde kommend rechts das letzte Grundstück, bevor sich die weiten Felder öffnen.

Offene Gärten 2026

Rund 37 Millionen Gartenbesitzer gibt es laut Statista in Deutschland. Zusammen mit den Kleingartenpächtern sind es sogar gut 45 Millionen.

79 Prozent aller Haushalte verfügen über einen Garten oder andere Außenflächen wie Balkon oder Terrasse. 26 Prozent der Haushalte besitzen sogar beides.

Elf „offene Gärten“ laden am 6. und 7. Juni 2026 im Elbe-Elster-Kreis zu einem Besuch ein. Eine Übersicht über alle Gärten, deren Adressen und Öffnungszeiten findet man im Internet unter www.lkee.de/offenegaerten.