Doberlug-Kirchhain war einst im Brandenburger Süden einer der wichtigsten Eisenbahnkreuzungspunkte. Die Verkehrspolitik hat ihn in der jüngsten Geschichte leider etwas stiefmütterlich behandelt. Umso größer war im Dezember 2019 die Freude in der Stadt und bei den Lokalpolitikern, dass der neue Intercity-Zug auf der Strecke Dresden-Berlin-Rostock auch sechsmal täglich in Doberlug-Kirchhain hält. Die Stadt hat wieder Anschluss ans schnelle Fernbahnnetz – ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung.

Gebäude rückt in den Fokus

Damit gewinnt das Bahnhofsgebäude, seit 2013 eine städtische Immobilie, nicht nur als Eingangstor zur Stadt, sondern auch überregional als Knotenpunkt für Reisende an Bedeutung. Doch bis heute macht es nicht wirklich etwas her, steht weitgehend leer und dümpelt vor sich hin. Kein Fahrkartenschalter, kein Imbissangebot für Reisende und Wartende mehr. Auch die Aufenthaltsqualität ist nicht die beste. Geschweige denn, dass touristische Offerten unterbreitet werden, um die Region zu erschließen.

Antwort der Landesregierung unbefriedigend Bahnhofsgebäude bleibt Sorgenkind

Doberlug-Kirchhain

Wie können Ideen umgesetzt werden?

Um diesen Zustand zu ändern, haben die Stadtverordneten im Herbst 2018 ein Nutzungskonzept  bei der Agentur BahnStadt in Auftrag gegeben. dem vorausgegangen war eine erste Ideenwerkstatt mit Verantwortlichen, Kommunalpolitiker und interessierten Einwohnern.

Das Nutzungskonzept ist erstellt und dient als planerische Grundlage. Es wird am Donnerstag, 30. Januar, 17 Uhr in der Technischen Ausstellung, Gerberstraße 42, öffentlich vorgestellt. Verbunden damit wird eine zweite Ideenwerkstatt zum Bahnhofsgebäude Doberlug-Kirchhain.

Zu der Veranstaltung sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ebenso eingeladen wie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.