Neues Ziel in Finsterwalde: Zwei Millionen Sängerinnen und Sänger sollen kommen

Die Finsterwalder Sänger – hier beim Festumzug zum Sängerfest – sind das Aushängeschild der Sängerstadt in Südbrandenburg.
Heike Lehmann- Finsterwalde plant, zwei Millionen Chormitglieder anzuziehen.
- Bürgermeister und Unternehmer wollen Tourismus steigern.
- Chorfest 2025 soll Bekanntheit der Stadt erhöhen.
- Neue Hotels und Restaurants sind eventuell nötig.
- Finsterwalder Sangestradition ist immaterielles Kulturerbe der Unesco.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Man muss auch mal ein bisschen hemdsärmelig an die Sache rangehen, einfacher denken, das ist häufig mehr wert.“ Das sagt Uwe Oppitz, umtriebiger Unternehmer aus Finsterwalde. Und so kommt er schnell auf sein aktuelles Lieblingsthema zu sprechen, in das er viel Energie investiert, Mitstreiter sucht und schon gefunden hat.
Es geht um die Frage, wie Finsterwalde noch stärker von einem Alleinstellungsmerkmal profitieren kann, das die Stadt von allen anderen Kommunen in Deutschland unterscheidet. Oppitz: „Wir sind die einzige Sängerstadt Deutschlands.“ Mit der neuen Kulturweberei gebe es nun einen Anziehungspunkt, der weit mehr sei als nur eine Stadthalle. Und damit eine weitere Voraussetzung, um noch viel mehr Menschen als bisher in die Sängerstadt zu locken.
Finsterwalde ist einzigartige Sängerstadt
„Wir hatten schon vor 20 Jahren die kühne Idee, dass eigentlich jedes Chormitglied in Deutschland einmal in Finsterwalde auftreten müsste“, so Oppitz. Diese Idee habe der Bürgermeister vor wenigen Tagen aufgegriffen. Beim Genussabend im Optikerfachgeschäft Gerndt trafen sich Unternehmer, Kulturschaffende, Kommunalpolitiker und Verwaltung. Diskutiert wurden konkrete Projekte für die Stadt, die ab 2025 umgesetzt werden sollen. Ein ehrgeiziges Ziel sei es, so Rathauschef Jörg Gampe, dass „jeder Chor Deutschlands einmal in der Sängerstadt gesungen hat“.
Oppitz macht eine einfache Rechnung auf: Rund zwei Millionen Menschen singen in Deutschland in einem Chor. „Jeder von ihnen müsste irgendwann einmal in Finsterwalde aufgetreten sein, an einem Wettbewerb teilgenommen oder ein Musikseminar besucht haben“, sagt Oppitz. „Wenn wir das schaffen, müssen wir wahrscheinlich noch mehr Restaurants eröffnen, noch mehr Hotels bauen.“
Chorfest 2025 soll Bekanntheit von Finsterwalde steigern
Doch zunächst geht es in kleinen Schritten voran. Jörg Gampe: „Wir haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich daran gearbeitet, unseren Status als einzige Sängerstadt Deutschlands zu etablieren und den damit verbundenen Bekanntheitsgrad weiter auszubauen.“ Vor allem mit dem Brandenburg-Tag 2023 und der diesjährigen Aufnahme der Finsterwalder Sangestradition in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco sei dies in besonderer Weise gelungen.
Im Jahr 2025, so Gampe, werde der Brandenburgische Chorverband nach 2017 erneut sein Chorfest in Finsterwalde ausrichten. Chöre aus ganz Deutschland hätten ihre Teilnahme zugesagt. „Mit all diesen Aktivitäten steigern wir den Bekanntheitsgrad und damit auch den Tourismus in unserer Stadt und freuen uns natürlich auf alle weiteren Gäste, egal ob singend oder nicht.“

