Landratswahl Elbe-Elster 2026
: Warum die Wahlbeteiligung am Ende mitentscheiden könnte

Am 1. März ist Stichwahl für den neuen Landrat in Elbe-Elster. Was aber, wenn nicht genug Leute wählen gehen? So geht es dann weiter.
Von
Heike Lehmann
Finsterwalde
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In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen (Symbolbild). So haben Eisenhüttenstadt sowie die Ämter Brieskow-Finkenheerd, Neuzelle und Schlaubetal bei der Landratswahl in Oder-Spree gewählt.

14.03.2021, Baden-Württemberg, Pforzheim: In einem Wahllokal wird ein Stimmzettel in eine Wahlurne geworfen. Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Als neuer Landrat ist nicht nur gewählt, wer mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen erhält. Auch die Wahlbeteligung könnte entscheidend sein. (Symbolfoto)

Uli Deck/dpa
  • Stichwahl am 1. März: CDU-Amtsinhaber Jaschinski vs. Marcel Schmidt
  • Gewählt ist, wer >50 % gültige Stimmen und ≥15 % Wahlberechtigte hat
  • 2010 scheiterte das Quorum u. a. in Elbe-Elster; Kreistag wählte danach
  • Beispiel 2010: Schülzke 51,4 % (12.602 Stimmen), Quorum verfehlt
  • Bei Quorum verfehlt wählt erneut der Kreistag; Verfahren startet neu

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Sonntag (1. März) wird in Elbe-Elster gewählt. Es findet die Stichwahl zum Landrat zwischen dem aktuellen Amtsinhaber Christian Jaschinski (CDU) und Marcel Schmidt (parteilos) statt. Für den Wahlsieg reicht am Ende nicht nur die Stimmenmehrheit. Die Wahlbeteiligung könnte zur Hürde werden.

Gewählt als Landrat für die nächsten acht Jahre ist, wer mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen erhält und zugleich mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten hinter sich vereint (Quorum). Damit wird dem aktiven Wahlrecht eine große Bedeutung zugeschrieben.

In Elbe-Elster wäre es übrigens nicht neu, wenn das Quorum nicht erfüllt wird. Als 2010 Landräte in Brandenburg erstmals direkt gewählt wurden, gab es in mehreren Landkreisen, unter anderem Barnim, Ostprignitz-Ruppin, Spree-Neiße und Elbe-Elster in der notwendigen Stichwahl keine Entscheidung, weil das Quorum verfehlt wurde.

Landratswahl Elbe-Elster: Quorum verfehlt? So geht es weiter

Iris Schülzke (parteilos) hatte damals die Stichwahl mit 51,4 Prozent (12.602 Stimmen) gewonnen. Um das Quorum zu erfüllen, hätte sie 14.765 Stimmen gebraucht. Christian Jaschinski (CDU) bekam 48,6 Prozent. Ist das Quorum nicht erfüllt, geht das Wahlrecht an den Kreistag über. Der Kreistag Elbe-Elster hat dann Christian Jaschinski zum neuen Landrat gewählt.

Die Wahlbeteiligung bei Landratswahlen 2026 ist gegenüber 2010 deutlich gestiegen. Im ersten Wahlgang in Elbe-Elster (15. Februar) lag sie bei 54,7 Prozent. Sollten wider Erwarten zur Stichwahl am 1. März dennoch nicht genug Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, gibt es trotz möglicher Stimmenmehrheit keinen Sieger. Torsten Hoffgaard, Pressesprecher des Landkreises Elbe-Elster, bestätigt: „Dann wählt auch diesmal der Kreistag den Landrat. Das Wahlverfahren beginnt von vorn. Das heißt, es kann sich auch wieder jeder bewerben – sowohl intern aus Elbe-Elster als auch extern.“